Ismar Elbogen Stipendienprogramm

Zum Wintersemester 2019/2020 vergibt ELES in Kooperation mit dem Leo Baeck Institute New York (LBI) erstmalig das internationale Ismar Elbogen Stipendium.

Das Programm richtet sich an Promovierende verschiedener Fachrichtungen und fördert Promotionsprojekte aus dem Bereich Geschichte und Kultur des deutschsprachigen Judentums.

Namensgeber des internationalen Stipendienprogramms ist der deutsch-jüdische Gelehrte und Rabbiner Ismar Elbogen, der 1938 in die USA emigrierte und dort eine der prägenden Gestalten der jüdischen Gemeinschaft in New York wurde. Elbogen arbeitete und wirkte unter anderem am Jewish Theological Seminary, am Hebrew Union College, am Jewish Institute of Religion und am Dropsie College. Zu seinen Hauptwerken zählen Der jüdische Gottesdienst in seiner geschichtlichen Entwicklung (19133), Geschichte der Juden in Deutschland (1935) und  Century of Jewish Life (1944).

Das Leo Baeck Institute New York ist mit seiner mehr als 80.000 Bände umfassenden Bibliothek sowie seinem stetig wachsenden Archiv und einzigartigen Kunstsammlungen die bedeutendste Sammlungsstätte von Primärquellen und Forschungsmaterial über die jüdischen Gemeinden Zentraleuropas.

Die Stipendiat_innen des Ismar Elbogen Stipendienprogramms sind Teil der ELES- Promovierendenförderung. Das Stipendium fördert die Promotion im Umfang von zwei Jahren (mit Option zur Verlängerung um ein weiteres Jahr). Mit der Förderung verbindet sich für die Stipendiat_innen die Möglichkeit zu einem 6- bis 12-monatigen Forschungsaufenthalt am Center for Jewish History des LBI in New York. Neben dem Zugriff auf das weltweit einzigartige Archiv zum europäischen Judentum erhalten die Promovierenden Einblicke in die vielfältige Bildungsarbeit des LBI und haben zudem Gelegenheit, an laufenden Ausstellungen und Projekten mitzuarbeiten. Die Teilnahme an den öffentlichen Veranstaltungen des Leo Baeck Instituts ermöglicht es den geförderten Nachwuchswissenschaftler_innen außerdem, sich im US-amerikanischen Wissenschaftsbetrieb zu vernetzen und damit die Verbindungen zwischen den jüdischen Gemeinschaften in den USA und Deutschland zu stärken.

Den Promovierenden wird vor Ort ein Arbeitsplatz zur Verfügung gestellt. Ebenso bietet das Center for Jewish History die Möglichkeit, an Seminaren und Vorträgen teilzunehmen und sich mit Stipendiat_innen anderer CJH Partnerorganisationen auszutauschen sowie auch ihre eigenen Arbeiten zu präsentieren.

Jüdische Stipendiat_innen haben darüber hinaus die Möglichkeit, am Bronfman Centre der New York University (NYU) von der Vielfalt jüdischen Lebens in New York zu profitieren. Während des Aufenthaltes stehen den Teilnehmer_innen außerdem zwei erfahrene und mit ELES verbundene akademische Ansprechpartner_innen beratend zur Seite.

Die Vergabe erfolgt gemäß den Richtlinien zur Förderung begabter Nachwuchswissenschaftler_innen des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). Die Auswahl wird von zwei Fachgutachter_innen aus der ELES-Auswahlkommission sowie einem Vertreter des LBI New York getroffen

Die Bewerbung erfolgt im Rahmen der Promotionsförderung des Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerks zum 30. April bzw. 31. Oktober eines Jahres. Bewerbungen nimmt ELES über das Bewerber_innen-Portal (eles-studienwerk.de) entgegen.

Bewerbungsvoraussetzungen:
✓ Deutlich überdurchschnittlicher Hochschulabschluss
✓ Promotionsprojekt im Bereich Geschichte und Kultur des zentraleuropäischen Judentums
✓ Bereitschaft zur Übernahme eines aktiven Beitrags im Rahmen der ELES-Auslandsakademie New York

Die Bewerbung erfolgt im Rahmen der Promotionsförderung des Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerks zum 30. April bzw. 31. Oktober eines Jahres. Bewerbungen nimmt ELES über das Bewerber_innen-Portal (eles-studienwerk.de) entgegen.

Bewerbungsunterlagen:
✓ ausgefülltes Bewerbungsformular
✓ ein fünf- bis zehnseitiges Exposé zu Ihrem Dissertationsvorhaben, das die mit einem Aufenthalt am LBI New York verbundenen,
wissenschaftlichen Ziele deutlich macht
✓ Motivationsschreiben, in dem das Interesse für die Teilnahme am Programm begründet wird
✓ ein akademisches Gutachten Ihrer Dissertationsbetreuer_in
✓ eine schriftliche Referenz einer Vertreter_in einer jüdischen Institution
✓ tabellarischer Lebenslauf
✓ kurzer narrativen Lebenslauf (max. 3500 Anschläge)
✓ Hochschulabschlusszeugnisse (in Kopie)

Ansprechpartnerin

Promovierendenförderung
Dr. Maria Ulatowski
(030) 3199 8170-32

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