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DAGESH. Jüdische Kunst im Kontext

Jüdisches Leben im Deutschland der Gegenwart ist vielfältig. Diese Vielfalt ist auch an der Kunstproduktion junger Jüdinnen und Juden abzulesen. DAGESH* macht dies sichtbar, ohne notwendigerweise von einer harmonischen jüdischen Pluralität auszugehen. Es geht um die gestalterische Erprobung und Inszenierung von etwas Neuem.

DAGESH wurde 2016 als Initiative von ELES gegründet. 2020 wurde DAGESH ausgegliedert und ist seitdem ein eigenständiges Programm der Leo Baeck Foundation (LBF). DAGESH bewegt sich an der Schnittstelle zwischen kultureller und politischer Bildungsarbeit. Als Plattform und Netzwerk unterstützt DAGESH junge jüdische Künstler*innen und gibt Stimmen und Ausdrucksformen zur Neudefinition eines gegenwärtigen und zukunftsgewandten jüdischen Selbstverständnisses und -bewusstseins in Deutschland einen Raum.

DAGESH fördert innovative Kunstprojekte und multimediale künstlerische Kooperationen, sensibilisiert die etablierte Kunstwelt für jüdische Perspektiven und jüdische Überlieferungen und schafft einen kreativen Austausch zwischen unterschiedlichen, jüdischen wie nicht-jüdischen, partikularen wie globalen Kunstformen und -traditionen. Ziel ist es, anhand künstlerischer Arbeiten und Auseinandersetzungen unterschiedlicher jüdischer Perspektiven und Positionen auf unsere Gesellschaft die Lücke zur Gegenwart jüdischen Lebens zu schließen.

„DAGESH on Tour“ ist ein Programm von DAGESH, das sich an Jugendliche richtet. Das Projekt sensibilisiert junge Menschen für heutiges jüdisches Leben und ermöglicht ihnen das direkte Gespräch mit jüdischen Künstler*innen. Die Workshops werden an Schulen und in Zusammenarbeit mit anderen Bildungsträgern angeboten. Durch die Begegnung und den Austausch vermittelt „DAGESH on Tour“ Wissen, zeigt unbekannte Narrative jüdischen Lebens und baut Stereotype, Vorurteile sowie Antisemitismus ab. Ziel ist es zudem, kommunikative Prozesse für ein pluralistisches Zusammenleben in Gang zu setzen

DAGESH. Jüdische Kunst im Kontext wird durch Mittel des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) ermöglicht.

*Das Dagesh, ein Punkt, ein kleines Quadrat im Zentrum von Buchstaben des hebräischen und jiddischen Alphabets – trägt in sich keine Bedeutung. Es kann jedoch die Bedeutung der Worte verändern, indem es Betonungen verschärft. Auch das will Kunst: Akzente setzen und Inhalte verschieben.

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„Die Gründung von ELES hatte bereits etwas damit zu tun, wie dieses ‚Als-Jüdin-herumstehen wie eine von gestern‘ verändert werden könnte. Die Gründung des DAGESH. KunstLAB begründet im Kern etwas Selbstverständliches; nämlich Wissenschaft und Kunst zusammenzudenken.“

Prof. Esther Dischereit, Universität für angewandte Kunst Wien

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