Künstler*innenförderung

Zurzeit werden von ELES über 30 Künstler*innen gefördert, die in verschiedenen Bereichen aktiv sind: in der bildenden Kunst und freien Malerei, als Kurator*innen, Musiker*innen und Komponist*innen, als Literat*innen, Regisseur*innen, Schauspieler*innen und Filmemacher*innen. Auch die zahlreichen von ELES geförderten Kantor*innen arbeiten an der Schnittstelle von Kunstpraxis und jüdischer Tradition. Insbesondere in der Promovierendenförderung setzen sich zudem etliche Stipendiat*innen aus wissenschaftlicher Perspektive reflektierend mit jüdischer Kunst auseinander. Die Anregungen in den Kollegs und öffentlichen Veranstaltungen inspirieren die Stipendiat*innen und Ehemaligen, kreativ mit jüdischer Identität und jüdischen Themen umzugehen. Hierfür stehen beispielsweise die Inszenierungen des Theaterregisseurs Noam Brusilovsky, die Lyrik von Max Czollek, die Dokumentarfilme von Jelena Jeremejewa, die Konzeptkunst von Anna Schapiro und Liat Grayver und die Theater- und Filmarbeiten von Tobias Herzberg und Jeff Wilbusch.

DAGESH bietet diesem produktiven Kreis von Künstler*innen größere öffentliche Sichtbarkeit, eine bessere Vernetzung und intensive Zusammenarbeit in gemeinsamen Projekten – mit Ausstellungen, Festivals, Katalogen etc. DAGESH bündelt bei ELES bereits vorhandene Projekte und Initiativen und schafft neue Strukturen und Plattformen. Zu diesen neuen Strukturen zählen auch die „Kreativzeit in Rheinsberg“ und die „Schreibzeit in Buchen“. Diese Kooperationsprogramme ermöglichen ausgewählten Stipendiat_innen, sich für einen Monat in Rheinsberg bzw. für zwei Wochen in Buchen, ausschließlich ihrem künstlerischen bzw. wissenschaftlichen Arbeiten zu widmen.

Im Rahmen von DAGESH findet jährlich ein Kunstkolleg in Rheinsberg und ein Theaterkolleg in Oberammergau statt.

Für DAGESH engagieren sich renommierte jüdische Künstler*innen und Kunstwissenschaftler*innen im DAGESH-Kuratorium und im Associated Board des Programms.

In Kooperation mit dem Jüdischen Museum Berlin vergibt DAGESH den DAGESH-Kunstpreis an herausragende jüdische Nachwuchskünstler*innen. Mit dem ersten DAGESH-Kunstpreis wurden 2018 die Bildende Künstlerin Liat Grayver, der Produktdesigner Yair Kira und der Komponist Amir Shpilman für ihr gemeinsames Werk „Open, Closed, Open“ ausgezeichnet. Die multimediale und partizipative Installation wurde im Sommer 2019 im Jüdischen Museum Berlin ausgestellt.

Zur Internetpräsenz von DAGESH

Ansprechpartner*innen

Geschäftsführung
Jo Frank
(030) 3199 8170-12

DAGESH. KunstLAB ELES
Julia Y. Alfandari
(030) 3199 8170-53

„Das DAGESH. KunstLAB richtet sich an jüdische Studierende aller künstlerischen Disziplinen. Dabei geht es nicht darum, „jüdische Kunst“ zu produzieren, wohl aber darum, die eigene Perspektive auch und gerade im künstlerischen Schaffensprozess zu befragen.“

Tobias Herzberg, Alumnus der Studierendenförderung und Kuratoriumsmitglied von DAGESH

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