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ELES ergreift Initiative

Ganz im Sinne seines Namensgebers ist das Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerk dem Dialog verpflichtet – sei es innerhalb der vielfältigen Strömungen des Judentums oder zwischen den verschiedenen religiösen, kulturellen und politischen Orientierungen innerhalb einer modernen Gesellschaft. Das Programm Dialogperspektiven. Religionen und Weltanschauungen im Gespräch trägt diese Intention bereits im Titel. Aber auch Kunst ist Kommunikation und Konfrontation – mit Traditionen, Gesellschaften, Identitäten. Ihnen geht die Initiative DAGESH. KunstLAB ELES nach. Das 2016 gegründete Kunstprogramm fördert Künstler*innen unterschiedlicher Disziplinen sowie Kantor*innen und Kunstwissenschaftler*innen.

DAGESH. Jüdische Kunst im Kontext.

Jüdisches Leben im Deutschland der Gegenwart ist vielfältig. Diese Vielfalt ist auch an der Kunstproduktion junger Jüdinnen und Juden abzulesen. DAGESH macht dies sichtbar, ohne notwendigerweise von einer harmonischen jüdischen Pluralität auszugehen. Es geht um die gestalterische Erprobung und Inszenierung von etwas Neuem.

DAGESH wurde 2016 als Initiative von ELES gegründet. 2020 wurde DAGESH ausgegliedert und ist seitdem ein eigenständiges Programm der Leo Baeck Foundation (LBF). DAGESH bewegt sich an der Schnittstelle zwischen kultureller und politischer Bildungsarbeit. Als Plattform und Netzwerk unterstützt DAGESH junge jüdische Künstler*innen und gibt Stimmen und Ausdrucksformen zur Neudefinition eines gegenwärtigen und zukunftsgewandten jüdischen Selbstverständnisses und -bewusstseins in Deutschland einen Raum.

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Dialogperspektiven

Dialogperspektiven. Religionen und Weltanschauungen im Gespräch ist ein internationales Programm zur Etablierung innovativer Formen des interreligiösen und weltanschaulichen Dialogs. Mit Dialogperspektiven treten wir gemeinsam mit Stipendiat*innen unterschiedlicher religiöser und weltanschaulicher Identitäten und Prägungen sowie mit renommierten Wissenschaftler*innen und diskursbestimmenden Expert*innen über eines der wichtigsten Themen unserer Zeit in Dialog: die Rolle von Religionen und Weltanschauungen für das Individuum und die Gesellschaft. Das Programm richtet sich an Stipendiat*innen aller 13 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Begabtenförderungswerke, die als zukünftige Verantwortungsträger*innen zu Expert_innen des interreligiösen Dialogs ausgebildet werden.

2019 wurden die Dialogperspektiven mit Unterstützung des Auswärtigen Amtes europäisiert. Mit European Scholarship Programme@DialoguePerspectives öffnet sich das Programm für europäische Studierende und Promovierende aus Großbritannien, Frankreich, Polen, Ungarn, Schweden und Luxemburg. Das Programm ist eine Plattform zur Ausbildung von europäischen Expert*innen des interreligiösen Dialogs. Ziel ist es, das Zusammenleben unterschiedlicher Religionsgemeinschaften in Europa und damit die europäische Gesellschaft mitzugestalten.

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Karov-Qareeb

Jüdisch-Muslimischer Thinktank von Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerk und Avicenna-Studienwerk

ELES und das muslimische Avicenna-Studienwerk initiierten Anfang 2019 mit dem jüdisch-muslimischen Thinktank Karov-Qareeb eine neue Plattform für den jüdisch-muslimischen Dialog in Berlin. Damit bauen die beiden Begabtenförderungswerke ihre langjährige Zusammenarbeit weiter aus und entwickeln ein neues Tool für den interreligiösen Dialog. Karov-Qareeb richtet sich an die Berliner Stipendiat*innen aller 13 Begabtenförderungswerke und möchte den Austausch zwischen jüdischen und muslimischen Stipendiat*innen intensivieren. Karov-Qareeb ist innerhalb des ELES-Programms Dialogperspektiven. Religionen und Weltanschauungen im Gespräch angesiedelt, das seit 2015 innovative Wege im interreligiösen Dialog erforscht und mit Stipendiat_innen aller Werke erprobt.

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Nie wieder!? Gemeinsam gegen Antisemitismus & für eine plurale Gesellschaft

Aktionsprogramm unter der Schirmherrschaft von Dr. Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland.

„Nie wieder!?“ richtet sich an Stipendiat*innen aller 13 Begabtenförderungswerke, die sich solidarisch fühlen und gemeinsam gesellschaftlich handeln wollen. Von 2020 bis 2022 finden zehn dreitägige Veranstaltungen im ganzen Bundesgebiet statt. Schwerpunkte des Programms liegen auf der Sensibilisierung der Teilnehmenden im Hinblick auf Antisemitismus, der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit dem Themenfeld sowie der Stärkung der Stipendiat*innen im Umgang mit erlebter Diskriminierung. Lokale Initiativen, die sich gegen Antisemitismus und für die Stärkung einer pluralen Demokratie engagieren, werden eingebunden, um regionale Netzwerke von Vereinen, Akteur*innen und Stipendiat*innen zu stärken. Die interessierte Öffentlichkeit ist zu den öffentlichen Abendveranstaltungen und Online-Angeboten eingeladen.

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Wir brauchen und schätzen das Engagement und die Exzellenz der jungen jüdischen Generation in Deutschland.

Dr. Kristina Schröder, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend a.D.

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