ELES ergreift Initiative

Ganz im Sinne seines Namensgebers ist das Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerk dem Dialog verpflichtet – sei es innerhalb der vielfältigen Strömungen des Judentums oder zwischen den verschiedenen religiösen, kulturellen und politischen Orientierungen innerhalb einer modernen Gesellschaft. Das Programm Dialogperspektiven. Religionen und Weltanschauungen im Gespräch trägt diese Intention bereits im Titel. Aber auch Kunst ist Kommunikation und Konfrontation – mit Traditionen, Gesellschaften, Identitäten. Ihnen geht die Initiative DAGESH. KunstLAB ELES nach. Das 2016 gegründete Kunstprogramm fördert Künstler_innen unterschiedlicher Disziplinen sowie Kantor_innen und Kunstwissenschaftler_innen.

dagesh — KunstLAB ELES

Kunst ist Kommunikation und Konfrontation – mit Traditionen, Gesellschaften, Identitäten. Die Initiative DAGESH. KunstLAB ELES fragt nach jüdischen Aspekten von Kunst und Kultur ohne „jüdische Kunst“ programmatisch festzuschreiben. DAGESH schafft eine kreative Öffnung hin zu pluralen religiösen Traditionen und säkularen Geschichten, zu einem spannungsvollen Miteinander von jüdischen und nichtjüdischen Facetten individueller wie kollektiver Identität, zu verschiedenen Praktiken gesellschaftlicher und politischer Verortung. Es geht um die gestalterische Erprobung und Inszenierung von etwas Neuem. DAGESH dient auch der Vernetzung und Förderung junger jüdischer Künstler_innen. Das Programm macht jüdische Kunst sichtbar und reflektiert kulturpolitische Dimensionen dieser Kunst insbesondere in Deutschland und Europa.Ein wachsender Kreis von ehemaligen Stipendiat_innen ist bereits an prominenten Stellen der Kunstproduktion und -vermittlung tätig.

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Dialogperspektiven

Dialogperspektiven. Religionen und Weltanschauungen im Gespräch ist ein internationales Programm zur Etablierung innovativer Formen des interreligiösen und weltanschaulichen Dialogs. Mit Dialogperspektiven treten wir gemeinsam mit Stipendiat_innen unterschiedlicher religiöser und weltanschaulicher Identitäten und Prägungen sowie mit renommierten Wissenschaftler_innen und diskursbestimmenden Expert_innen über eines der wichtigsten Themen unserer Zeit in Dialog: die Rolle von Religionen und Weltanschauungen für das Individuum und die Gesellschaft. Das Programm richtet sich an Stipendiat_innen aller 13 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Begabtenförderungswerke, die als zukünftige Verantwortungsträger_innen zu Expert_innen des interreligiösen Dialogs ausgebildet werden.

2019 wurden die Dialogperspektiven mit Unterstützung des Auswärtigen Amtes europäisiert. Mit European Scholarship Programme@DialoguePerspectives öffnet sich das Programm für europäische Studierende und Promovierende aus Großbritannien, Frankreich, Polen, Ungarn, Schweden und Luxemburg. Das Programm ist eine Plattform zur Ausbildung von europäischen Expert_innen des interreligiösen Dialogs. Ziel ist es, das Zusammenleben unterschiedlicher Religionsgemeinschaften in Europa und damit die europäische Gesellschaft mitzugestalten.

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Karov-Qareeb

Jüdisch-Muslimischer Thinktank von Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerk und Avicenna-Studienwerk

ELES und das muslimische Avicenna-Studienwerk initiierten Anfang 2019 mit dem jüdisch-muslimischen Thinktank Karov-Qareeb eine neue Plattform für den jüdisch-muslimischen Dialog in Berlin. Damit bauen die beiden Begabtenförderungswerke ihre langjährige Zusammenarbeit weiter aus und entwickeln ein neues Tool für den interreligiösen Dialog. Karov-Qareeb richtet sich an die Berliner Stipendiat_innen aller 13 Begabtenförderungswerke und möchte den Austausch zwischen jüdischen und muslimischen Stipendiat_innen intensivieren. Karov-Qareeb ist innerhalb des ELES-Programms Dialogperspektiven. Religionen und Weltanschauungen im Gespräch angesiedelt, das seit 2015 innovative Wege im interreligiösen Dialog erforscht und mit Stipendiat_innen aller Werke erprobt.

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Wir brauchen und schätzen das Engagement und die Exzellenz der jungen jüdischen Generation in Deutschland.

Dr. Kristina Schröder, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend a.D.

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