Stipendiatisches Kolleg: Juden im deutschen Film – Berlin, 16.-18. Juli 2017

Vom 16. bis 18. Juli haben sich knapp zwanzig Stipendiat_innen mit der wechselvollen Kulturgeschichte des jüdischen deutschen Films und des Judentums im deutschen Film beschäftigt. Das ELES-Kolleg fand an historisch passendem Ort, nahe der alten Filmstadt Weißensee im Nordosten Berlins, statt. Den Stipendiat_innen wurde ein vielseitiges Angebot von Vorlesungen, Diskussionsrunden und Filmpräsentationen geboten; abschließend lieferte eine Führung durch die Deutsche Kinemathek einen breiteren Überblick.

Die Idee des Kollegs ging auf stipendiatische Initiative zurück: Die ELES-Stipendiaten Jonathan Kaplan und Yuval Rubovitch standen bei der Organisation der Kollegleiterin Dr. Lina-Mareike Dedert zur Seite. Sie steuerten außerdem ihre selbst erarbeiteten Beobachtungen zu Unterschieden und Gemeinsamkeiten des Judenbilds in west- und ostdeutschem Kino während der Zeit deutscher Teilung bei. Außerdem referierten geladene Expert_innen zu der oft unterschätzten Rolle die jüdische Filmemacher und im Besonderen Ernst Lubitsch beim Erfolg der Filmstadt Berlin in den 1920er Jahren spielten, wie auch im Gegenzug über die Repräsentation und Rolle des Deutschen im israelischen Film. Dabei scheute man nicht vor durchaus neuen und kontroversen Perspektiven zurück und es entspannen sich dementsprechend rege Diskussionen auch zwischen den Teilnehmer_innen, zum Beispiel betreffend der Einschätzung der Film- und Zionismuspolitik der DDR.

Alles in allem profitierte die Atmosphäre des Kollegs von exzellenter Vorbereitung und Sachkenntnis der Referierenden wie auch von der Expertise einiger, in verschiedenen themennahen Aspekten promovierenden Teilnehmer_innen. Besonderen Dank auch an die Mitarbeiter_innen des Kunst- und Kulturzentrums Brotfabrik, welches dem Kolleg als Veranstaltungsort diente.

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