Rückblick: Kolleg „Jüdische Identität(en), Antisemitismus und Intersektionalität – Welche Räume gibt es für jüdische Positionierungen?“ (07.-9.06.2021, digital)

Anfang Juni kamen ELES-Stipendiat*innen digital zusammen, um mit externen Expert*innen und Kollegleiter Florian Eisheuer über die Facetten der Intersektionalität im Kontext von jüdischer Identität und Antisemitismus zu sprechen und die Frage zu erörtern, welchen Raum ein explizit jüdischer Aktivismus in diesem Spannungsfeld haben kann.

Das Kolleg begann mit der Lektüre eines Grundlagentextes von Kimberlé Crenshaw, in dem das Konzept der Intersektionalität zum ersten Mal explizit benannt wurde. Anschließend ging es primär um Fragen der Praxis: Was ist überhaupt jüdischer Aktivismus? Von wem geht er aus? Für wen ist er gedacht? Welche Geschichte hat beispielsweise jüdischer Feminismus in Deutschland? Die Expertin und Aktivistin Debora Antmann verfolgte diese und weitere Fragen in ihrem interaktiven Workshop, bevor der erste Tag des Kollegs mit einem soziologischen Beitrag von Prof’in Paula Villa Braslavsky zu aktuellen Fragen der Intersektionalität beschlossen wurde.

Der zweite Tag wurde dafür genutzt, im Lektürestudium einzelne Facetten der Intersektionalität von (jüdischen) Identitäten näher auszuleuchten: Wie ist diese Identität mit Fragen der sexuellen Identität verschränkt, oder mit „Race“? Welche Rollen spielen soziale Ungleichheit und (Dis-)Ability? Ergänzt wurde die Kleingruppenarbeit durch einen Impulsvortrag mit anschließender Diskussion, in dem von Rebecca Ajnwojner auf die Bedeutung (aber auch Fallstricke) von Repräsentation im Kulturbereich eingegangen wurde.

Das Kolleg wurde am dritten Tag mit einem Vortrag von Frederik Schindler zum Antisemitismus im queeren Aktivismus vervollständigt, bevor im Rahmen einer Abschlussdiskussion die Leitfrage wieder aufgegriffen wurde: Welche Räume für jüdische Positionierungen und Aktivismus gibt es? Die Gruppe trennte sich mit der motivierenden Antwort, dass man bereit sei, sich diese Räume wo immer nötig selbst zu schaffen.

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