Rückblick: Dialogperspektiven bei der Langen Nacht der Ideen des Auswärtigen Amtes

Die Dialogperspektiven beteiligten sich auf Einladung des Auswärtigen Amtes an der Langen Nacht der Ideen zum Thema „Idee und Ideal-Europa“. Im Kirchenschiff der St. Marienkirche in Berlin-Mitte luden Sieben Stationen der Vielfalt zur interaktiven und partizipativen Auseinandersetzung mit Religionen und Weltanschauungen ein. Themen der Stationen waren u. a. „Wessen Abendland? Vielfaltsverteidigung in Deutschland und Europa“, „Und die Frau ist um des Mannes willen geschaffen – Geschlechtergerechtigkeiten?“ oder „Facts oder Fake News: Religiöse und weltanschauliche Positionen im Kampf um ‚die Wahrheit‘“.

Eine Teilnehmerin berichtet:

„Die letzten Klänge der Orgel hallen noch durch den Raum, als wir am Nachmittag des 6. Juni 2019 die St. Marienkirche in Berlin-Mitte betreten. Für diesen Abend wird die Kirche Schauplatz des interreligiösen und weltanschaulichen Dialogs, der gesellschaftlichen Vielfalt und der Diskurse um das Zusammenspiel von Religion und Politik sein. Die Dialogperspektiven beteiligten sich an der Langen Nacht der Ideen des Auswärtigen Amtes, welche zum Ziel hat, die Bandbreite der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik abzubilden. Dass die religiöse und gesellschaftliche Vielfalt im Rahmen einer großen Veranstaltung als wichtiges Element der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik präsentiert wird, ist ein deutliches Zeichen für die enorme Relevanz des Themas. Für die Dialogperspektiven ist die Konzipierung einer eigenen Veranstaltung im Rahmen der Langen Nacht eine wichtige Möglichkeit unsere Positionen und die Positionen der Teilnehmenden darzustellen und für eine plurale und offene, europäische Gesellschaft einzutreten. Nicht zuletzt im Jahr der Europawahl, in der Parteien auf dem Vormarsch sind, welche die freie Gesellschaft in Gefahr bringen, die eine vielfältige Gesellschaft negieren, und bereits marginalisierte Gruppen noch weiter ins Abseits drängen wollen.

Mit Sieben Stationen Vielfalt: Religionen und Weltanschauungen im Gespräch betrachteten wir an sieben Stationen in Form von multimedialen und interdisziplinären Präsentationen Fragen, die in der Auseinandersetzung mit aktuellen gesellschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen entstehen, und zeigten das Potential für positive Veränderung auf, das aus der religiösen und weltanschaulichen Pluralität der europäischen Gesellschaft erwächst. Dazu haben ehemalige und aktuell Teilnehmende Stationen gestaltet, die eng mit tages- und gesellschaftspolitisch relevanten Thematiken verbunden waren und durch ihre teils provokanten Titel zur Diskussion mit den Besucher_innen anregen sollen. Die Gestaltung der Stationen war explizit darauf ausgelegt nicht nur Diskurse abzubilden, sondern die Besucher_innen auch aktiv zur Partizipation an diesen einzuladen und mit ihnen in Diskussionen zu kommen.“

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