PRESSEMITTEILUNG: Gemeinsam mit dem Auswärtigen Amt europäisiert die Jüdische Begabtenförderung das Programm Dialogperspektiven. Religionen und Weltanschauungen im Gespräch.

Das Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerk (ELES) baut sein Programm für den interreligiösen und weltanschaulichen Dialog aus. Zusätzlich zu den Teilnehmer_innen, die sich aus Stipendiat_innen aller vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Begabtenförderungswerken zusammensetzen, werden ab sofort Teilnehmer_innen aus sechs weiteren Ländern zum Programm eingeladen. Im Rahmen des European Scholarship Programme@DialoguePerspectives stoßen ab dem Programmjahr 2019/20 je zwei Stipendiat_innen aus Großbritannien, Frankreich, Luxemburg, Polen, Schweden und Ungarn zum Programm dazu.

Die Europäisierung des Programms hebt den Austausch zwischen religiös und weltanschaulich unterschiedlich geprägten Zukunftsträger_innen auf die europäische Ebene. Künftige Verantwortungsträger_innen aus Europa werden im Rahmen eines Programmjahres für den interreligiösen und weltanschaulichen Dialog sensibilisiert. Das Auswärtige Amt unterstützt die Europäisierung des Programms. Staatsministerin Müntefering erklärt: „Gerade jetzt, da der Populismus wieder auf dem Vormarsch ist und die Freiräume für Meinungsaustausch und für Demokratie unter Druck geraten, wird die Vernetzung auf europäischer Ebene wichtiger. Gerade auch für junge Begabte und zukünftige Führungskräfte aus unterschiedlichen Ländern und mit verschiedenen religiösen und politischen Ansichten. Wir müssen unsere Vielfalt bewahren, unsere Diversität durch den Dialog stärken und verteidigen. Mit dem Programm Dialogperspektiven setzt ELES gemeinsam mit den anderen Begabtenförderwerken genau das um. Um Europa zu stärken und der Abschottung entgegenzutreten, müssen wir diesen Dialog nicht nur innerhalb Deutschlands, sondern auch mit unseren Partnern in Europa führen. Deshalb fördert das Auswärtige Amt die Ausweitung des Programmes.“

„Wie Individuen und Gesellschaften Pluralität als Bereicherung erfahren, analysieren und vermitteln können, ist zentrales Thema der Dialogperspektiven. Wir freuen uns sehr, dass wir kurz vor dem fünften Geburtstag unseres erfolgreichen Programms und im zehnten Jahr von ELES in Zusammenarbeit mit dem Auswärtigen Amt jetzt auch Studierende und Promovierende aus sechs Nachbarländern einladen können. Wir brauchen gerade heute Partnerschaften über Grenzen hinweg. Und Europäer_innen, die Diversität als wertvolle Bereicherung wahrnehmen und Vielfalt für die europäische Gemeinschaft nutzbar machen können“, erläutert Jo Frank, Geschäftsführer von ELES und Projektleiter der Dialogperspektiven.

Teilnehmer_innen des European Scholarship Programme@DialoguePerspectives nehmen ein Jahr lang an insgesamt vier Veranstaltungen teil. Darunter ein European Leadership Workshop, der die Teilnehmenden durch ein intensives Methoden-Training in ihrer zukünftigen Rolle als europäische Multiplikator_innen stärkt. Auch im Seminarprogramm der Dialogperspektiven wird die europäische Perspektive ausgebaut. So findet eines der mehrtägigen Seminare im Programmjahr 2019/20 in Luxemburg statt. Die Vernetzung mit interreligiösen Institutionen, NGOs und europäisch agierenden Akteur_innen aus Politik, Wissenschaft und Religionsgemeinschaften wird vertieft und ein stabiles europäisches Netzwerk angestrebt.

Weitere Informationen: www.dialogperspektiven.de

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