PORTRAIT ELES-AUSLANDSFÖRDERUNG: Rafael Balling

In dieser Reihe werden Stipendiat_innen vorgestellt, die mit der Unterstützung von ELES im Ausland forsch(t)en. Rafael Balling war in Berkeley, USA.

  • Was hast du in Berkeley gemacht und welche Relevanz hatte Dein Aufenthalt für Deine Promotion?

Zwischen Anfang August 2017 und Ende Dezember 2017 befand ich mich zu Forschungs- und Vernetzungszwecken an der University of California, Berkeley. Die UC Berkeley erwies sich für mich als ein perfektes akademisches Umfeld, ist sie doch gerade für ihre Literaturprogramme und für ihr innovatives Jewish Studies Programm bekannt. Meine Zeit in Berkeley lieferte mir wertvolle Einblicke in die US-amerikanische Jiddistik/Jewish Studies: Einerseits konnte ich im intensiven Austausch mit Berkeley-Studierenden und -Lehrenden und unter Nutzung der dortigen Ressourcen inhaltlich wichtige Schritte vollziehen. Andererseits gelang es mir, wertvolle und anhaltende Kontakte nicht nur zu Professor_innen der UC-Berkeley, sondern auch zur Faculty anderer prominenter US-amerikanischer Universitäten zu knüpfen.

  • Warum hast Du Dich für dieses Land entschieden?

Der Aufenthalt in den USA hat sich als sehr produktiv erwiesen und mein Dissertationsprojekt entscheidend vorangebracht: Die akademischen Diskurse in und aus den USA sind für das Feld der Jiddischen Studien von enormer Bedeutung, gerade in der Überschneidung mit Gender Studies, wie sich etwa in der Forschung von Chana Kronfeld, Daniel Boyarin, Naomi Seidman oder David Shneer zeigt.

  • Nenne ein Highlight Deines bisherigen Aufenthalts:

Ein besonderes Highlight war die Teilnahme an der First Annual Borscht-Rast Lecture with Daniel Boyarin, Judith Butler, and Naomi Seidman, während der Professorin Naomi Seidman, die eine meiner Betreuer_innen in Berkeley war, der Borscht-Rast Prize für ihre Monographie “The Marriage Plot” verliehen wurde. Die Preisverleihung fand im Stil halbstündiger Responsen von Daniel Boyarin und Judith Butler auf Seidmans Forschungsergebnisse statt und lieferte einen lebhaften und äußerst spannenden Einblick in die gegenwärtigen Diskussionen innerhalb der US-amerikanischen Gender und Jewish Studies.

  • Welchen Eindruck hast Du vom jüdischen Leben vor Ort gewinnen können? 

Einen besonderen Eindruck hat die Dichte jüdisch-queerer Organisationen, Gruppen und Gemeinden in der Bay Area auf mich gemacht – etwas, das in Europa definitiv fehlt!

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