Rückblick auf das ELES-Praxiskolleg Talmud

Nachdem sie in den letzten Jahren in Halberstadt stattfanden, gehen die Praxiskollegs nun auf Reisen! Erstmals waren wir mit einem Praxiskolleg zu Gast an der Hochschule für Jüdische Studien in Heidelberg. Zum Einstieg gab Hochschul- und ELES-Rabbiner Shaul Friberg eine Einführung in die mündliche Torah. Er ging auf die historische Perspektiven von Talmud und Torah ein, ebenso wie auf aktuelle Fragen an den Talmud heute, wie Aspekte der Genetik und das Thema Organspenden.

Die Prinzipien des rabbinischen und talmudischen Denkens waren Gegenstand des Vortrags von Prof. Dr. Frederek Musall. Kritische Reflexion und Diskussion und die immer wieder neue Suche nach zeitgemäßen Antworten waren dabei die wesentlichen Punkte.

Im konkreten und ganz praktischen Talmudstudium befassten sich die 17 Teilnehmerinnen und Teilnehmer schließlich mit den Shabbat-Traktaten. Dr. Ronen Pinkas von der Universität Potsdam schlug später den Bogen vom Talmud zur Kabbala und beleuchtete am Beispiel von Abraham Abulafia (1240-1291) das Thema Messianismus.

Den Freitagabend verbrachten wir gemeinsam mit Studierenden der Hochschule. Nach dem Gebet feierten wir einen fröhlichen Shabbat, bei guten Essen, Wein und Gesang. Am darauffolgenden Morgen waren wir zum Schacharit (nach orthodoxem Ritus) und Kiddusch zu Gast in der Jüdischen Gemeinde Heidelberg. Rabbiner Pawelczyk nahm uns am Nachmittag mit auf einen historischen Stadtrundgang durch das jüdische Heidelberg.

Das Praxiskolleg endete mit Hawdala an der Hochschule und unserer bewährten Runde „Ask the Rabbi“.

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