ELES-Theaterkolleg: Der fliegende Holländer, Oberammergau, 30. Juni – 2. Juli 2017

Der Theaterintendant und Regisseur Christian Stückl entschied sich in diesem Jahr bei dem Festspielen Oberammergau die Oper Der fliegende Holländer von Richard Wagner zu inszenieren. Kaum ein anderer Komponist polarisiert so sehr wie Richard Wagner – auch wegen seines schwierigen Verhältnisses zum Judentum.

Wie schon in den Jahren zuvor bot ELES auch 2017 seinen Stipendiat_innen die einzigartige Gelegenheit, das historische Passionstheater in Oberammergau kennenzulernen. Neben dem Besuch der Premiere von Der fliegende Holländer stand ein Gespräch mit Christian Stückl auf dem Programm. Bei einer Führung durch die Theaterräume bekamen die Stipendiat_innen die Möglichkeit, hinter die Kulissen des komplexen Theaterbetriebs zu blicken und ihre Fragen, sowohl zu dem aktuellen Stück als auch zu der überaus spannenden Geschichte des Passionstheaters, dem Theaterintendanten und seinem stellvertretenden Spielleiter, Abdullah Kenan Karaca, zu stellen.

Das Kolleg wurde von der ELES-Referentin Yana Lemberska geleitet und von dem rabbinischen Studienleiter Shaul Friberg begleitet. Ohad Stolarz, ELES-Stipendiat und Student an der Hochschule für Musik Hanns Eisler in Berlin gab eine historisch fundierte und musikalisch versierte Einführung in die Thematik. In seinem Eröffnungsvortrag ging er ausführlich auf die Geschichte der Oper und den Einfluss Wagners auf die Musikwelt der Moderne ein.

ELES-Beiratsmitglied, Vertrauensdozentin und Vorsitzende des Vertrauensdozent_innen-Ausschusses Prof. Dr. Anat Feinberg und ELES-Vertrauensdozent Prof. Dr. Robert Jütte begleiteten das Programm als Referierende. So moderierte Prof. Feinberg das Nachgespräch zur Inszenierung und hielt zusammen mit Prof.  Jütte einen Vortrag zum Thema Der sicht- und unsichtbare Jude auf der Bühne. Anschließend diskutierten sie mit der Gruppe über „den Juden“ in der Oper von Wagner und über Jüdinnen und Juden auf der europäischen Theater – und Musikbühne.

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