„Das Narrativ zurückerobern!“ Ein Gespräch über den Halle-Prozess, die Bedeutung der Nebenklage und solidarische Unterstützungsstrukturen.

Zum zweiten Jahrestag des rechtsextremen Anschlags in Halle hat ELES-Referent Dr. David Kowalski mit Christina Feist, Dr. Miriam Burzlaff und Naemi Eifler gesprochen.

Themen des Interviews waren insbesondere die Prozesstage in Magdeburg, die Bedeutung der Nebenklage und die wichtigen Unterstützungsstrukturen vor Ort. Der Prozess in Magdeburg gegen den Attentäter von Halle war ein großer Erfolg. Nicht aufgrund des Urteils, das im Hinblick auf die Höchststrafe erwartbar und in anderen Aspekten enttäuschend war. Ein Erfolg war der Prozess aufgrund der selbstbewussten und sehr politisch ausgefüllten Rolle der Nebenkläger*innen. Sie waren es, die die öffentliche Wahrnehmung des Prozesses geprägt, wichtige Erkenntnisse zu Tage gefördert und immer wieder auf die gesamtgesellschaftliche Bedeutung hingewiesen haben. Ihnen gilt unser größter Respekt.

Weniger sichtbar, aber dennoch überaus bedeutend, waren die vielfältigen Solidaritäts- und Unterstützungsstrukturen, die sich während des Prozesses herausgebildet haben. Organisationen und Einzelpersonen begleiteten die Nebenkläger*innen in unterschiedlichen Bereichen – im Gerichtssaal selbst, auf dem Vorplatz oder auch über solidarische Blogs. Auch in diesem Bereich wurden wichtige Erkenntnisse und Erfahrungen gesammelt, von denen andere Solidaritätsstrukturen profitieren können, und die es weiterzugeben gilt.

Das ausführliche Gespräch hier am Stück lesen. Teil 1 des Gesprächs hier nachlesen, Teil 2 des Gesprächs hier lesen.

Wir danken Christina Feist, Dr. Miriam Burzlaff und Naemi Eifler für das Gespräch!

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