22. Juni: Podiumsdiskussion mit Mely Kiyak und Teilnehmer_innen der Dialogperspektiven

Wer redet, wenn ‚die Minderheit‘ spricht?Podiumsdiskussion mit Mely Kiyak im Rahmen der Dialogperspektiven-Konferenz 2019

 Wir leben in einer pluralistischen Gesellschaft doch über Minderheiten spricht meist die Mehrheitsgesellschaft. Wen adressiert die Gesamtgesellschaft, wenn sie sich an „die“ jüdische, muslimische oder migrantische Community wendet? Wie tauschen sich die alles andere als homogenen Communities miteinander aus und wie werden kollektive Identitäten innerhalb dieser Gemeinschaften konstruiert und Differenzen innerhalb der Communities mitgedacht? Im Rahmen einer öffentlichen Abendveranstaltung diskutieren die Autorin und politische Kolumnistin Mely Kiyak und Teilnehmer_innen des Programms Dialogperspektiven. Religionen und Weltanschauungen diese Themen.

Das Podiumsgespräch findet innerhalb der vierten internationalen Dialogperspektiven-Konferenz (20.–23. Juni 2019) statt. Im Rahmen der Veranstaltung wird auch der Abschluss des vierten Programmjahres gefeiert und die Ergebnisse der interreligiösen Arbeit präsentiert. Schwerpunkte des vergangenen Jahres waren u. a. die Themen „Religion und Technologie“ sowie „Israel: Religionen und Säkularität in Staat und Gesellschaft“.

Mely Kiyak ist politische Kolumnistin für Zeit Online („Kiyaks Deutschstunde“) und das Gorki Theater („Kiyaks Theater Kolumne“) sowie Autorin mehrerer Bücher und Theaterstücke. Ihr Theaterstück „Aufstand“ handelt von der Utopie einer friedlichen Gesellschaft in Zeiten des Krieges und wird am Gorki Theater Berlin gespielt. Für die Gründung der Bühnenshow „Hate Poetry“ erhielt sie gemeinsam mit Deniz Yücel, Doris Akrap, Yassin Musharbash und Ebru Tasdemir die Auszeichnung „Journalisten des Jahres 2014“. Für ihre Kolumnen wurde sie außerdem mit weiteren Preisen ausgezeichnet. In Hamburg kuratiert und moderiert sie für die Körber Stiftung die Gesprächsreihe „Wo ist Deine Kunst zu Hause?“.

Dialogperspektiven. Religionen und Weltanschauungen im Gespräch ist ein Programm von ELES zur Etablierung neuer Formen des interreligiösen und weltanschaulichen Dialogs. Es richtet sich an Stipendiat_innen aller 13 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Begabtenförderungswerke. Seit dem Auftakt im September 2015 leisten die Dialogperspektiven einen wichtigen Beitrag für die Zukunft des interreligiösen Dialogs in Deutschland und Europa. Die Teilnehmer_innen und Referent_innen entwickeln langfristige Strategien und Methoden für einen kontinuierlichen und zukunftsgerichteten Dialog zwischen Religionen und Weltanschauungen und setzen sich für ein friedliches und von gegenseitigem Respekt geprägtes Miteinander ein.

Datum/Zeit: 22. Juni 2019; 19 Uhr

Ort: Umweltforum, Pufendorfstraße 11, 10249 Berlin

Eintritt frei

Foto: Ute Langkafel/Maifoto

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