Die ELES-Stipendiation Dora Goldsmith promoviert über die olfaktorische Welt der altägyptischen Gesellschaft. Mit dem Gräzisten Dr. Sean Coughlin hat sie ein ägyptisches Parfüm rekonstruiert: Mendesian. Das Parfüm ist seit März 2019 in der Ausstellung Queens of Egypt im National Geographic Museum in Washington DC ausgestellt (siehe Foto). Mehrere Medien haben über die Duftrekonstruktion der beiden Wissenschaftler_innen berichtet. Interviews mit Goldsmith erschienen in der israelischen Zeitung ynet, auf YouTube hier, sowie BBC Arabic.

Foto: Dora Goldsmith.

Mit einem Pestgelübde beginnt die Geschichte der Oberammergauer Passionsspiele im Dreißigjährigen Krieg 1633. Seitdem werden alle zehn Jahre die Spiele vom Leiden und Sterben Christi in dem kleinen Ort in den Bayerischen Alpen aufgeführt – 2020 ist es wieder soweit! Ebenso lange folgt man der Tradition, im Vorfeld dieses Ereignisses das „Pestspiel“ aufzuführen.
Im Sommer hatten Stipendiat_innen vom ELES zum nunmehr neunten Mal die Gelegenheit, bei der Premiere im Oberammergauer Freilichttheater dabei zu sein und im Dialog mit dem Spielleiter und Regisseur Christian Stückl einen Blick hinter die Kulissen zu werfen.
Für die entsprechende fachkundige Begleitung sorgten die Theater- und Literaturwissenschaftlerin Prof. Dr. Anat Feinberg sowie Prof. Dr. Dr. hc. Robert Jütte, der als Leiter des Instituts für Geschichte der Medizin der Robert Bosch Stiftung vor allem die zahlreichen medizinhistorischen Fragen der Stipendiat_innen beantworten konnte.
Neben dem Besuch des Theaterstücks, das unzweifelhaft den Höhepunkt des Kollegs darstellte, erarbeiteten die Teilnehmenden einen gemeinsamen Kenntnisstand etwa zu den Entstehungstheorien der Pest vom Mittelalter bis heute, erörterten die verschiedenen Mittel und Instrumente zur Pestbekämpfung und setzten sich auch mit der Darstellung des Schwarzen Tod in Kunst und Literatur auseinander. Den Abschluss des Wochenendes bildete schließlich der Besuch des Oberammergau Museums und der dort gezeigten Sonderausstellung „Der Schwarze Tod. Seuchen, Angst und Glaube“. Diese ging der Frage nach, welche Strategien die Menschen im Mittelalter und der frühen Neuzeit entwickelten, um im Alltag mit den existentiellen Ängsten vor Leid, Verlust und Tod zu leben und bot kuriose wie interessante Objekte.
Mit diesem Besuch endete ein spannendes, lebendiges und intensives Wochenende in einer ganz eigenen Oberammergauer (Theater-)Welt und wir blicken erwartungsvoll auf die Passionsspiele 2020!

Dialogperspektiven. Religionen und Weltanschauungen im Gespräch ist ein Programm des Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerks. Ziel ist die Etablierung innovativer Formen des interreligiösen und weltanschaulichen Dialogs. Das erfolgreiche Dialogformat richtet sich an Stipendiat_innen aller 13 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Begabtenförderungswerke.

Die Bewerbungsfrist für das Programmjahr 2019/20 endet am 31. Juli 2019.

Zum neue Programmjahr:

Die Teilnehmenden werden sich in zwei Seminaren – im September 2019 und März 2020 – mit den Themenschwerpunkten „Religion und Identität“ sowie „Luxemburg – religiöse Vielfalt und gesellschaftspolitische Verantwortung religiöser Gemeinschaften im Zentrum Europas“ auseinanderzusetzen. Zum Abschluss des Programmjahres findet im Juni 2020 eine viertägige Abschluss-Konferenz statt, die maßgeblich von den Teilnehmer_innen mitgestaltet wird. Dort werden die Ergebnisse aus beiden Seminaren zusammengetragen und öffentlich präsentiert.

Die gemeinsame religiöse Praxis während der Seminare ist ein weiterer Schwerpunkt des Programms. Hierbei wird nicht nur die eigene religiöse Praxis gelebt, es werden auch Räume eröffnet, die jeweils anderen Religionen und Weltanschauungen kennenzulernen. Dazu zählt das Erkunden unterschiedlicher G-ttesdienstformen und Gebetspraxen genauso wie das Untersuchen verschiedener Formen der Spiritualität oder das Kennenlernen kulinarischer Traditionen.

Zur Bewerbung:

ELES lädt 40 Stipendiat_innen, die ein möglichst breites Spektrum religiöser und weltanschaulicher Zugehörigkeit mitbringen, ein, sich für den Zeitraum von mindestens einem Jahr gemeinsam den Herausforderungen des interreligiösen und weltanschaulichen Dialogs zu stellen. Die Einladung zur Bewerbung richtet sich an Stipendiat_innen aller Begabtenförderungswerke, sowohl an Studierende als auch an Promovierende. Sie sollten sich zu Beginn des Programmjahres 2019/20 im Oktober 2019 noch für mindestens 12 Monate in der Förderung befinden. Promovierende, deren Forschungsschwerpunkte mit Fragestellungen des Programms verbunden sind, werden ausdrücklich eingeladen, sich zu bewerben. Eine wichtige Voraussetzung für eine Bewerbung an unserem Programm ist die verbindliche Teilnahme am gesamten Seminarprogramm zwei Seminaren und der Abschlusskonferenz. Bitte prüfen Sie daher vorab sorgfältig die vorgesehenen Termine. Teilnahmebescheinigungen zur Vorlage bei Ihrer Universität können von uns ausgestellt werden.

Die Ausschreibung finden Sie hier.

Auf Initiative des Stipendiatischen Rates (StiRa) gründen sich derzeit neun Fachgruppen, in denen sich ELES-Stipendiat_innen, Ehemalige und Vertrauensdozent_innen austauschen und vernetzen können.

Die Fachgruppe „Angewandte Kunst, Film, Schauspiel und Musik“ trifft sich vom 11. bis zum 13. September 2019 erstmals in Berlin. Neben dem Kennenlernen, Austausch und Planen nimmt die Gruppe an einem vielfältigen Rahmenprogramm mit Ausstellungen, Konzerten, Gesprächen und Musizieren teil.

Die Anmeldung für das Treffen ist ab sofort möglich. Weitere Infos zum Programm und zur Anmeldung auf der Pinnwand der Fachgruppe im ELES/Net.

 

Auf Initiative des Stipendiatischen Rates (StiRa) haben sich bei ELES neun Fachgruppen gegründet. Diese Gruppen ermöglichen die weitere fachliche und inhaltliche Vernetzung zwischen Stipendiat_innen, Ehemaligen und Vertrauensdozent_innen und bieten enie weitere Möglichkeit für den den Austausch innerhalb des ELES-Netzwerkes.

Weitere Informationen zu den Fachgruppen im ELES/Net:

 

Mit „Open, Closed, Open” gewannen die Künstler_innen Liat Grayver, Yair Kira und Amir Shpilman 2018 den ersten DAGESH-Kunstpreis für jüdische Nachwuchskünstler_innen, vergeben durch das Jüdisches Museum Berlin und das Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerk. Ihre multimediale Installation präsentieren die Künstler_innen seit dem 20. Juni erstmals öffentlich im Jüdischen Museum Berlin. In ihrer Arbeit verbinden sie Medienkunst, Robotik, Raum, Licht und Klang mit der Interaktion der Besucher*innen. Das Gedicht „Open, Closed, Open – פתוח, סגור, פתוח“ des israelischen Lyrikers Yehuda Amichai diente dem künstlerischen Konzept als Inspiration.

Am 8. August 2019, 19 Uhr, sprechen die Künstler_innen mit Cilly Kugelmann, Jurymitglied des DAGESH-Preises und ehemalige Programmdirektorin des Jüdischen Museums Berlin, über die spezifische Rolle von Buchstaben und Sand im Judentum sowie gegenwärtige Erfahrungen des Jüdisch-Seins und die Fluidität von Identitätskonstruktionen.

Über „Open, Closed, Open“: Teil der Installation ist ein Roboter, der eigenständig hebräische Buchstaben in eine große Sandfläche schreibt. Die Besucher_innen können in der Installation selbst aktiv werden, die Sandfläche weiter bearbeiten oder das Geschriebene ausradieren. Ihre Bewegungen im Raum werden in abstrakter Form auf einer Leinwand sichtbar gemacht und so ebenfalls zum Gegenstand der Betrachtung. Im Raum verteilte Lautsprecher reagieren auf die Bewegung der Anwesenden und füllen ihn mit menschlichen Stimmen, die die Buchstaben des hebräischen Alphabets auch akustisch erlebbar machen.

Datum/Zeit: 8. August 2019; 19 Uhr

Ort: Jüdisches Museum Berlin; Lindenstr. 9-14, 10969 Berlin

© Jüdisches Museum Berlin, Foto: Jule Roehr

„Als zivilgeselschaftliche Akteure haben wir eine gemeinsame Verantwortung für unsere Gesellschaft – ob sie dabei durch unsere religiösen oder weltanschaulichen Einstellungen geformt sind, ist sekundär. Von Vielfalt profitieren alle, niemand verliert dadurch“ – erklärt Jo Frank, Geschäftsführer von ELES, im Gespräch mit der Katholischen Nachrichten Agentur. Anlass für das Gespräch war der 10. Geburtstag des Studienwerks. Ein Auszug des Beitrages hier.

Seit zehn Jahren steht das Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerk für ein lebendiges, vielfältiges Judentum. ELES hat rund 800 jüdische Studierende und Promovierende gefördert und wirkt sowohl in die jüdische Gemeinschaft als auch in die Gesamtgesellschaft hinein. ELES engagiert sich für eine pluralistische Gesellschaft, für die Akzeptanz kultureller, politischer und religiöser Diversität sowe den interreligiösen Dialog.

Am 10. Oktober 2019, 19 Uhr, findet im Jüdischen Museum Berlin in Anwesenheit des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier der Festakt zum Jubiläum statt. Im Rahmen der Feier wird Charlotte Knobloch mit der Ernst Ludwig Ehrlich Medaille für die Wissenschaften und Künste ausgezeichnet, Laudator ist der Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.

Das Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerk wurde 2009 als zwölftes vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördertes Begabtenförderungswerk eröffnet.

Seit dem 18. Juni 2019 ist Dr. Michal Or-Guil neue Vorsitzende des Beirats. Der Beirat ist für die Arbeit von ELES von großer Bedeutung, er ist das Organ, das die Ausrichtung des Studienwerks entscheidend gestaltet. Aus seinen Mitgliedern bilden sich Gremien wie Auswahlausschuss, Programmausschuss oder Vertrauensdozent_innen-Ausschuss.

Michal Or-Guil ist Physikerin, forscht an der Humboldt-Universität zu Berlin und an der Charité – Universitätsmedizin Berlin, engagiert sich für Hochschulpolitik und ist bei ELES seit 2010 als Vertrauensdozentin und Beiratsmitglied tätig.

Michal, Glückwunsch zur Wahl! Bevor wir nach vorne schauen, ein kurzer Blick zurück. Du engagierst dich von Beginn an bei und für ELES. Wie bist du damals auf das Studienwerk in Gründung aufmerksam geworden und weshalb hast du dich entschieden, das jüdische Studienwerk zu unterstützen?

Vor rund 10 Jahren habe ich einen Brief von Jo Frank bekommen, in dem er mir von der bevorstehenden Gründung und von der Einladung des Vereins berichtete, im Beirat von ELES mitzuwirken. Über diese Nachricht habe ich mich sehr gefreut und dennoch, ich gebe es gerne zu, habe ich zuerst gezögert. Nach der Einladung gingen mir so viele Fragen durch den Kopf. Ich hatte zum Beispiel immer die Haltung vertreten, dass mein jüdischer Hintergrund keine Rolle im akademischen Kontext spielen und daher kein Thema sein solle. Würde ein Engagement bei ELES zu dieser Haltung passen? Oder sollte ich diese Haltung ändern? Letztlich überwog die Überlegung, dass es keinen besseren Ort geben könnte, sich genau über solche Fragen auszutauschen, als ELES selbst. Und dass ich diese Chance, einen Beitrag zu leisten in und für eine Gemeinschaft, die mir wichtig ist, wahrnehmen wollte.

ELES feiert im Oktober 2019 seinen 10. Geburtstag. Das Studienwerk ist in den vergangenen Jahren gewachsen, vieles ist angestoßen und erreicht worden. Welche Aspekte der Arbeit von ELES sind dir in diesen zehn Jahren besonders wichtig gewesen?

Besonders inspirierend war es, die Erfolge der Stipendiat_innen und Ehemaligen zu erleben. Auch das Studienwerk ist in dieser Zeit gewachsen, die Geschäftsstelle ist größer geworden. und Prozesse wie zum Beispiel das Auswahlverfahren wurden immer effizienter. Nicht zuletzt sind durch das Anstoßen von Initiativen wie den Dialogperspektiven, DAGESH oder Hillel Deutschland bei und über ELES hinaus weitere Räume für Stipendiat_innen und jüdische Studierende geschaffen worden.

„Pluralität wird für mich großgeschrieben, also die verschiedenen Formen und Spielarten des Judentums“, hast du in einem Interview mit der Jüdischen Allgemeinen erzählt. Für ELES ist innerjüdischer Pluralismus essentiell und auch der Beirat spiegelt den pluralistischen Geist des Studienwerks. Hier treffen sich Repräsentant_innen der jüdischen Gemeinschaft, jüdische Persönlichkeiten und anerkannte jüdische Akademiker_innen der unterschiedlichsten Fachrichtungen. Welche Impulse der Tätigkeit des Beirates sind deiner Ansicht nach für ELES besonders wertvoll?

Das stimmt, der Beirat spiegelt innerjüdische Pluralität, sowie eine breite Palette an Tätigkeiten und Fachrichtungen wider. Diese Diversität lädt zum Kennenlernen und zum gemeinsamen Arbeiten ein. Das macht die Arbeit im Beirat wirklich sehr bereichernd. Diese Diversität ist aber nicht nur spannend, sondern auch grundlegend, denn sie bildet das reale Leben ab. Der Beirat ist pluralistisch, aber auch ein Beispiel für gelebte jüdische Einheit.

Welche Themen und Schwerpunkte stehen auf deiner Agenda als Beirats-Vorsitzender ganz oben?

Ich freue mich sehr darauf, den Austausch mit den Stipendiat_innen zu intensivieren und weitere Begegnungsmöglichkeiten zu schaffen. Der Festakt am 10. Oktober 2019 ist für mich auch ein Fest der Begegnung, des Wiedersehens und Neukennenlernens von aktuellen und ehemaligen Stipendiat_innen.

Deutschland und Europa haben sich in der letzten Dekade deutlich verändert. Nationalismus und Rechtspopulismus stellen die offene und pluralistische Gesellschaft in Frage. Du wurdest in Israel geboren, hast bis zu deinem 14. Lebensjahr in Brasilien gelebt, kamst dann nach Deutschland und lebst heute in Berlin. Du sprichst mehrere Sprachen und deine Forschungen sind international ausgerichtet. Die Anerkennung und Wertschätzung von Diversität ist ELES wichtig und Internationalität ist ELES schon durch die vielfältigen Biografien und Herkunftsländer seiner Stipendiat_innen eingeschrieben. Welche Relevanz haben der internationale Austausch und der Dialog für junge Jüdinnen und Juden?

Der Dialog und internationaler Austausch sind für alle jungen Menschen wichtig. Ich finde es sehr erfreulich, dass ELES Auslandsaufenthalte mit Nachdruck unterstützt. Zu meiner Studienzeit gab es solche Programme noch nicht, und ich habe diese Möglichkeit damals vermisst. Das Sammeln von Erfahrungen im internationalen Austausch ist nämlich auch für die essentiell, deren Biografien bereits „international“ sind. Gerade im akademischen Leben, in Forschung und Entwicklung, darf man sich nicht scheuen, von Kolleg_innen weltweit zu lernen, mit ihnen zusammen zu arbeiten und sich mit ihnen zu messen. Und nicht zuletzt ist eine erfolgreiche internationale Zusammenarbeit gerade das, was Nationalismus ad absurdum führt.

Wir danken für das Gespräch und gratulieren nochmals herzlichst!

Copyright Foto: Michal Or-Guil

„Das Temperament der Wörter“ – so das Thema des diesjährigen Sommer-Kunstkollegs in Rheinsberg, das Künstler_innen aller Disziplinen, aber auch Stipendiat_innen anderer Fächer, die mit großer Sprachlust und Neugier teilnahmen, begeistert hat. Unter der Leitung der beiden Stipendiatinnen Ofri Lapid und Marija Petrovic, beide Hochschule für Bildende Kunst Hamburg, sowie der DAGESH-Projektleiterin Eva Lezzi widmete sich das Kolleg Ende Mai der Materialität von Sprache in der Bildenden Kunst, in Videos, Musik, Literatur und Performance. Nicht zuletzt aufgrund der für ELES typischen interkulturellen Zusammensetzung der Teilnehmer_innen entfachte der gemeinsam reflektierte kulturelle Kontext von Worten und Sprachkonzepten eine lebhafte Diskussion – in Deutsch, Russisch, Hebräisch und Englisch. Während des Kunstkollegs erstellten die Teilnehmer_innen gemeinsam ein neues Wörterbuch, das Worte ebenso in ihren komplexen transkulturellen Dimensionen zeigt wie als Baustelle für spielerischen Nonsens und als Inspiration für witzige Illustrationen.
Eingeladene Gäste wie die Radio-Künstlerin Anna Bromley oder der bildende Künstler Arnold Dreyblatt boten Einblicke in ihre Arbeitsweise; der Workshop der Choreographin Modigan Hashemian führte Sprache zurück an die eigene Körperwahrnehmung. Bei der öffentliche Abendveranstaltung zum Lyrikband „Kippbilder“ (Verlagshaus Berlin) von Anna Hetzer (graphisch gestaltet durch Andrea Schmidt) ging es um das intermediale Zusammenspiel von Sprache, Graphik und Bild.
Dr. Peter Böthig, Kooperationspartner und Leiter des Kurt Tucholsky Literaturmuseums Schloss Rheinsberg, zeigte den Stipendiat_innen exklusiv Archivbestände zu Bild-Text-Kollagen in Tucholskys politischen Publikationen. Die Kulturlandschaft Rheinsberg sowie die das Kolleg beherbergende Musikakademie Rheinsberg, die den teilnehmenden Musiker_innen Tag und Nacht Proberäume zur Verfügung stellte, leisteten ebenfalls einen wichtigen Beitrag zum guten Gelingen des Kollegs.

„Wir freuen uns sehr, unsere jahrelange Zusammenarbeit auf dieser Ebene fortsetzen zu können! Die Zukunft der gemeinsamen Arbeit möchten wir an die übergeben, auf die wir zur Gestaltung der Zukunft setzen: die Stipendiatinnen und Stipendiaten“, so Jo Frank, ELES, und Hakan Tosuner, Avicenna-Studienwerk, beim gestrigen Auftakt von Karov-Qareeb.

Zum ersten Workshop trafen sich Stipendiat_innen und Ehemalige aus fünf Begabtenförderungswerken im ELES-Haus. In einer intensiven Brainstormingphase sammelten sie die Themen, die in den nächsten Workshops, bei informellen Treffen, in den Communities, Studienwerken oder Freundeskreisen diskutiert werden sollen. Die Diversität der Themen und Formatvorschläge zeigten, dass der Dialog an vielen Enden angepackt werden soll. Die Teilnehmenden wünschten sich ausdrücklich eine Mischung: zum einen die Weiterbildung durch Expert_innen, um selbst als Multiplikator_innen wirken zu können, zum anderen die Möglichkeit, sich Wissen gemeinsam anzueignen. Gewünscht wird aber auch der Aufbau einer Gruppe, die niedrigschwellig arbeitet und sich darüber austauscht, was die Stipendiat_innen und Ehemalige als jüdische und muslimische Aktivist_innen, Denker_innen, Studierende im Alltag beschäftigt.

Anmeldungen zu Karov-Qareeb sind fortlaufend möglich.

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