Das Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerk sucht für seine Geschäftsstelle in Berlin zum 01. Mai 2021 eine*n

Referent*in (w/m/d)

(50%, TVöD E13, als Elternzeitvertretung befristet bis zum 30. Juni 2022).

Das Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerk (ELES) ist eines der 13 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Begabtenförderungswerke. Seit seiner Gründung 2009 steht ELES für ein traditionsbewusstes, pluralistisches, weltoffenes und selbstbewusstes Judentum. Im Studienwerk treffen sich akademische Exzellenz und Engagement für die jüdische Gemeinschaft und die Gesamtgesellschaft. Mit der gezielten Förderung begabter jüdischer Studierender und Promovierender leistet das Studienwerk zudem einen wichtigen Beitrag für die Ausbildung einer neuen jüdischen Intellektualität.

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Von der Fassbinder-Kontroverse und Günter Grass bis zum Zentrum für Politische Schönheit und Lisa Eckhart – Antisemitismus-Debatten haben auch im Bereich von Kunst und Kultur eine lange Tradition. Bei all diesen Kontroversen geraten jüdische Perspektiven und antisemitische Erfahrungen Jüdischer Künstler*innen viel zu oft in den Hintergrund.

Welche Erfahrungen machen jüdische Künstler*innen im Hinblick auf Kritik und Vermarktung? Wie gelingt es, jüdischen Pluralismus in die Mehrheitsgesellschaft zu tragen, deren Rezeptionserwartung oft durch Stereotype und Vorurteile geprägt ist? Welche Folgen hat das „Label jüdisch“ und gibt es überhaupt „jüdische Kunst“ und „jüdische Künstler*innen“? Was ist das Problematische an der „Initiative GG 5.3. Weltoffenheit“ und wie positionieren sich die Gäste zur Debatte rund um Zensur und Cancel Culture, die häufig auf das Formulieren von Antisemitismus folgt?

Wir laden Mirna Funk, Leon Kahane und Prof. Dr. Mirjam Wenzel am 24. Februar (18:30 bis 19:30 Uhr) zum Austausch über all diese Fragen.

Unsere Gäste:

Prof. Dr. Mirjam Wenzel promovierte am Institut für Deutsche Philologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München zum deutschsprachigen Holocaust-Diskurs der Sechziger Jahre. Von 2007 bis 2015 verantwortete sie im Jüdischen Museum Berlin als Leiterin der Medienabteilung die Vermittlung von jüdischer Geschichte und Kultur in digitalen und gedruckten Medien. Seit 2016 ist Wenzel Direktorin des Jüdischen Museum Frankfurt. Sie ist Autorin und Mitherausgeberin zahlreicher Bücher und Publikationen zur deutsch-jüdischen Kunst- und Kulturgeschichte.

Leon Kahane absolvierte eine Fotografie-Ausbildung u. a. an der Ostkreuzschule für Fotografie Berlin und studierte Freie Kunst an der Universität der Künste Berlin. Themen seiner Videoarbeiten, Fotografien und Installationen sind u. a. Migration und Identität und die Auseinandersetzung mit Mehr- und Minderheiten in einer globalisierten Gesellschaft. Zuletzt waren seine Arbeiten in der Kunsthalle Wien, bei der 6. Moskau Biennale und in der Ausstellung „Looking Back – Thinking Ahead“ von DAGESH. Jüdische Kunst im Kontext in Berlin zu sehen.

Mirna Funk ist Schriftstellerin und Journalistin. Sie studierte Philosophie und Geschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin und macht derzeit ihren Master. Ihr Debütroman „Winternähe“ (S. Fischer Verlage) wurde mit dem Uwe-Johnson-Förderpreis ausgezeichnet. Ihr neuer Roman „Zwischen Du und Ich“ (dtv) erscheint diesen Monat. Funk ist Stipendiatin des Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerks.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit DAGESH. Jüdische Kunst im Kontext und ein Abend im Rahmen des ELES-Aktionsprogramms „Nie wieder!? Gemeinsam gegen Antisemitismus & für eine plurale Gesellschaft“.

Das Gespräch wird live auf den Facebook-Seiten von ELES und DAGESH gestreamt. Fragen können auf der Facebook-Seite von ELES über das Kommentarfeld gestellt werden. Das Video wird danach auf dem YouTube-Kanal von ELES und DAGESH veröffentlicht.

Links zum Livestream:
https://www.facebook.com/ELES.Studienwerk/
https://www.facebook.com/DAGESH.JuedischeKunstImKontext

Die Erfolgsgeschichte von MASEL TOV COCKTAIL geht weiter. 2021 wurde der Kurzfilm bereits auf Festivals in Frankreich, Australien und Indien ausgezeichnet.  Jetzt widmet die Jüdische Allgemeine  DEM „jüdischen Film des Jahres 2020“ einen großen Beitrag.

Wir freuen uns über den Riesenerfolg von Regisseur und ELES-Stipendiat Arkadij Khaet! Und darüber, dass Khaet im Gespräch mt der Jüdischen Allgemeinen auch von ELES und dem wichtigen Austausch im Rahmen des Studienwerks erzählt: „Als eine Rettung muss Khaet daher das Stipendium des Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerks (ELES) empfunden haben. ‚Auf einmal gibt es einen Denkraum, wo Leute sind oder gewesen sind, die auf einmal Sachen artikuliert haben, die man sich die ganze Zeit schon gedacht hat‘, erinnert er sich. Dort traf er Gleichgesinnte. Das neue jüdische Selbstbewusstsein, so Khaets Beobachtung, werde vor allem durch Social Media und durch Vereinigungen forciert, ‚die abseits vom Planeten ›Jüdische Gemeinde‹ stattfinden'“.

Hier der Link zum Beitrag.

Die Jewish Telegraphic Agency hat mit dem Regisseur Arkadij Khaet über seinen vielfach ausgezeichneten Kurzfilm MASEL TOV COCKTAIL gesprochen. Über ELES erzählt der ELES-Stipendiat:

„Khaet sees the variety in which Jewish characters can be represented in the German media happening alongside the diversification of Jewish groups in the country. He points to the Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerk, Keshet Deutschland and the Jewish Student Union as examples of organizations younger than 10 years old that help support pluralistic Jewish life in the country.“

Der Beitrag hier zum Nachlesen. MASEL TOV COCKTAIL kann hier in der Mediathek der ARD angesehen werden.

Kurz vor dem Start der  Online-Buchpremiere zu „Und endlich konnten wir reden … Eine Handreichung zu jüdisch-muslimischem Dialog in der Praxis“ (Herder Verlag), einer Publikation von Karov-Qareeb, sprach Jo Frank mit Deutschlandfunk Kultur. „Miteinander reden, aber wie? Vom Dialog zwischen jungen Juden und Muslimen“ so der Titel des Interviews. Nachzuhören hier.

Mehr Informationen zu Karov-Qareeb auf der Webseite des Thinktanks.

 

Thomas Harding ist britischer Journalist und Autor. Seine Familie musste in den 1930ern aus Deutschland fliehen. Mit Jo Frank, Geschäftsführer von ELES, sprach Harding über die Geschichte seiner jüdischen Familie, die Weitergabe von Familiengeschichte(n), Radreisen durch Südamerika, Aktivismus und Lokaljournalismus und das Sommerhaus am Groß Glienicker See, den „soul place“

Alexander Haus, das 2019 als ein Zentrum für Bildung und Versöhnung wiedereröffnet wurde.
Folge 14 von Machloket & Mischpoke überall da, wo es Podcasts gibt. (Eine Folge in Englisch.)

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English version:

Machloket & Mischpoke. Episode 14: Thomas Harding in conversation with Jo Frank.

Thomas Harding is a British journalist and author. His family had to flee Germany in the 1930s. Thomas Harding and Jo Frank, Managing Director of ELES, talk about the history of his Jewish family, passing on family history and histories, cycling trips through South America, activism and local journalism, and the summer home on Groß Glienicker See, the „soul place“ Alexander-Haus, which reopened in 2019 as a centre for education and reconciliation.

Sie haben unseren Live-Talk „‚Neue Rechte‘ und Antisemitismus“ verpasst? Das Gespräch mit Bodo Ramelow, Ministerpräsident von Thüringen/DIE LINKE Thüringen, Anetta Kahane, Amadeu Antonio Stiftung und Volker Weiß, Historiker und Autor, finden Sie ab sofort hier auf unserem YouTube-Kanal. Moderation: Jo Frank, Geschäftsführer von ELES.

Der Live-Talk war eine Veranstaltung im Rahmen des Aktionsprogramms „Nie wieder!? Gemeinsam gegen Antisemitismus & für eine plurale Gesellschaft“.

👉👉👉 Stipendiat*innen aus Nordrhein-Westfalen können sich noch bis heute für das nächste Online-Seminar (23. bis 24. Februar 2021) bewerben.

Weitere Infos zu Programm und Bewerbung hier.

„Leute kennenlenen ist schwer“ – Or Yosefov, Beck Berlin- und ELES-Stipendiat, sprach mit rbb kultur. Thema des Beitrages in der Sendung „Unser Leben“: „Wie geht es ausländischen Studierenden im Lockdown?“

 

Letzte Woche wurde Tu biSchwat gefeiert. Doch wie feiert man, mitten im Winter, in Deutschland das Neujahrsfest der Bäume? Theresa Schomburg, Deutschlandfunk Kultur, sprach darüber u. a. mit Maximilian Feldhake, Rabbiner von ELES, und Helene Braun, Rabbinatsstudierende des Abraham Geiger Kollegs und Teilnehmerin von Dialogperspektiven. Religionen und Weltanschauungen im Gespräch. Hier der Beitrag zum Nachhören.

Das Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerk sucht für das neue Jewish Future Forum spätestens zum 01. März 2021 eine*n  Referent*in (w/m/d) (50%, TVöD E11, befristet bis zum 31. Dezember 2024).

Das Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerk (ELES) ist eines der 13 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Begabtenförderungswerke. Seit seiner Gründung 2009 steht ELES für ein traditionsbewusstes, pluralistisches, weltoffenes und selbstbewusstes Judentum. Im Studienwerk treffen sich akademische Exzellenz und Engagement für die jüdische Gemeinschaft und die Gesamtgesellschaft. Mit der gezielten Förderung begabter jüdischer Studierender und Promovierender leistet das Studienwerk zudem einen wichtigen Beitrag für die Ausbildung einer neuen jüdischen Intellektualität.

Das vom Auswärtigen Amt geförderte Jewish Future Forum verbindet das etablierte Benno-Jacob/Bertha-Pappenheim-Stipendienprogramm des Studienwerks, welches Rabbinats- und Kantoratsstudierende fördert, mit dem neuen Global Jewish Leadership Stipendienprogramm, das jüdische Studierende aus aller Welt zum Studium nach Deutschland einlädt und sie darin unterstützt, zu engagierten Führungspersönlichkeiten zu werden, die als starke, weltweit vernetzte jüdische Stimmen gehört werden. Das Jewish Future Forum sieht sich als Plattform und wird die Zusammenarbeit mit internationalen jüdischen akademischen Einrichtungen erheblich steigern.

Wir bieten: ein abwechslungsreiches Aufgabengebiet (u.a. Organisation und Begleitung der Bewerbungs- und Auswahlprozesse; Betreuung, Beratung und Begleitung der Stipendiat*innen; Betreuung stipendiatischer Publikationen sowie stipendiatischer Projekte; Veranstaltungskonzeption und -durchführung im In- und Ausland; Unterstützung bei internationaler Netzwerkarbeit sowie der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Jewish Future Forums) in einem jungen, dynamischen Arbeitsumfeld mit flexiblen Arbeitszeitmodellen, inkl. Homeoffice- und Weiterbildungsangebot.

Wir erwarten: abgeschlossene Hochschulausbildung (Master, Magister, Diplom, Promotion erwünscht) vorzugsweise in Geistes- und Sozialwissenschaften, berufliche Erfahrung in ähnlicher Position, organisatorisches Geschick, gute Kommunikationsfähigkeit, versierten Umgang mit den gängigen Computerprogrammen (Word, Excel, Datenbanken) sowie die Bereitschaft, sich weitere Kenntnisse anzueignen; Nähe zur nationalen wie internationalen jüdischen Gemeinschaft und die Bereitschaft zu Dienstreisen; Teamfähigkeit, Gewissenhaftigkeit, Zuverlässigkeit und Engagement. Verhandlungssicheres Englisch ist Bedingung, weitere Sprachen wünschenswert.

Ihre digitale Bewerbungsmappe mit den üblichen Unterlagen (eine Datei im pdf-Format, Einzeldateien werden nicht akzeptiert, ebenso wenig wie andere Dateiformate) senden Sie bitte per Mail bis zum 9. Februar 2021 an: jobs@eles-studienwerk.de

Kontakt für Nachfragen:

Rabbiner Maximilian Feldhake
Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerk e.V.Postfach 210320 | 10503 Berlin
feldhake@eles-studienwerk.de

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