Nur fünf Tagen nachdem Claudia Roth (BÜNDNIS 90/Die Grünen) zur neuen Staatsministerin für Kultur und Medien ernannt wurde, traf sie sichmit ELES-Stipendiat*innen und ELES-Ehemaligen im Jüdisches Museum Berlin. Das Gespräch war ein intensiver Dialog. Zuhören, nachfragen, nochmal nachfragen, wissen wollen. Im Zentrum des offenen Austauschs standen jüdisches Leben heute und Fragen von Erinnerungskultur. Wie kann man Erinnerungskultur digitaler gestalten? Wie kann der Austausch zwischen staatlichen Erinnerungsakteur*innen und Erinnerungsgemeinschaften gefördert werden? Wie Verluste und Leerstellen anerkannt und eine Rhetorik von Abwehr und Entlastung zurückgewiesen werden? Wie können Jüdinnen*Juden gesellschaftliche Räume stärker mitgestalten? Wie die Vielfalt zeitgenössischer jüdischer Kultur in Deutschland noch sichtbarer gemacht werden und wie Platz für kritische Stimmen und Positionen erhalten bleiben?

„Erinnerungskultur ist ganz zentral für mich“, erklärte die Staatsministerin. Eine Position, die viele Anknüpfungspunkte für die Arbeit von ELES und seiner Schwesterorganisationen Dialogperspektiven. Religionen und Weltanschauungen im Gespräch und der Coalition for Pluralistic Public Discourse (CPPD) bietet.

„Ich bin zutiefst dankbar für die bedeutsamen Begegnungen mit jüdischen Menschen und Organisationen in dieser Woche – im Stelenfeld des Holocaust-Denkmals, mit der Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum, mit dem Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerk in der W. Michael Blumenthal Akademie und im jüdischen Museum Berlin. Dass wir uns in diesen Tagen miteinander austauschen, lässt Bindung und Nähe weiter erstarken – nicht geschichtsvergessen, aber mit Blick nach vorn“, schreibt Staatsministerin Claudia Roth rückblickend über diesen Tag.

Wir danken Staatsministerin Claudia Roth für ihre Zeit, ihr Interesse und ihre Neugier. Wir danken Hetty Berg, Direktorin JMB und ELES-Beirätin, für ihre Gastfreundschaft. Und wir danken allen Stipendiat*innen und Ehemaligen für ihre Fragen, Ideen und Anmerkungen.

„Wir unterbrechen das Gespräch und führen es fort“, verabschiedete sich Staatsministerin Claudia Roth. Wir nehmen Sie beim Wort, liebe Frau Roth, und freuen uns auf den weiteren Austausch!

Das Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerk e.V. sucht für seine Geschäftsstelle mit Sitz in Berlin zum 01. März 2022 eine*n

Mitarbeiter*in (w/m/d) (Teilzeit 75%, TVöD Bund E10)
für die Veranstaltungsorganisation und Gremienarbeit.

Das Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerk (ELES) ist eines der 13 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Begabtenförderungswerke. Seit seiner Gründung 2009 steht ELES für ein traditionsbewusstes, pluralistisches, weltoffenes und selbstbewusstes Judentum. Im Studienwerk treffen sich akademische Exzellenz und Engagement für die jüdische Gemeinschaft und die Gesamtgesellschaft. Mit der gezielten Förderung begabter jüdischer Studierender und Promovierender leistet das Studienwerk zudem einen wichtigen Beitrag für die Ausbildung einer neuen jüdischen Intellektualität.

Wir bieten ein abwechslungsreiches Aufgabengebiet: administrative und organisatorische Vorbereitung, Abwicklung und Nachbereitung der Veranstaltungen im Rahmen des ideellen Förderprogramms, der Regional- und Fachgruppenarbeit für unsere Stipendiat*innen sowie der Gremienarbeit des Studienwerks, z.B. des Beirats, Auswahlausschusses, Programmausschusses, Vertrauensdozent*innenausschusses, Stipendiatischer Rates; außerdem Unterstützung im Bereich der allgemeinen Verwaltung und der Öffentlichkeitsarbeit.

Wir erwarten: eine abgeschlossen (kaufmännische) Ausbildung und/oder abgeschlossenes Hochschulstudium (B.A.) oder vergleichbare Kenntnisse, praktische Berufserfahrung im Projektmanagement und der Veranstaltungsorganisation, sehr gute Deutschkenntnisse und gute Englischkenntnisse, Erfahrung im Verfassen und Redigieren von Texten, organisatorisches Geschick sowie ausgeprägte Teamfähigkeit, Gewissenhaftigkeit, Zuverlässigkeit und Engagement. Erwünscht ist weiterhin eine Nähe zur jüdischen Gemeinschaft.

Ihre Bewerbungsmappe mit den üblichen Unterlagen in einer Datei im pdf-Format (Einzeldateien und andere Dateiformate können leider nicht akzeptiert werden) senden Sie bitte per E-Mail bis zum 30. Januar 2022 an:
jobs (at) eles-studienwerk (Punkt) de

Die Bewerbungsgespräche finden voraussichtlich in der Woche 14.-18.02.2022 statt.

Kontakt für Nachfragen:
Annett Peschel Leitung Verwaltung & Finanzen; peschel (at) eles-studienwerk (Punkt) de

PDF zur Ausschreibung hier.

Das Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerk (ELES) e.V. sucht für seine Geschäftsstelle in Berlin zum 01. März 2022 eine*n

Mitarbeiter*in in der Finanzabteilung (w/m/d)
(Teilzeit 50%, TVöD Bund E09c).

Das Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerk (ELES) ist eines der 13 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Begabtenförderungswerke. Seit seiner Gründung 2009 steht ELES für ein traditionsbewusstes, pluralistisches, weltoffenes und selbstbewusstes Judentum. Im Studienwerk treffen sich akademische Exzellenz und Engagement für die jüdische Gemeinschaft und die Gesamtgesellschaft. Mit der gezielten Förderung begabter jüdischer Studierender und Promovierender leistet das Studienwerk zudem einen wichtigen Beitrag für die Ausbildung einer neuen jüdischen Intellektualität.

Zur Unterstützung unseres Teams suchen wir für die Rechnungsbearbeitung (Prüfung, Digitalisierung, Erfassung, Buchung und Zahlung von eingehenden Rechnungen) und Buchhaltung (Kontenverwaltung, Belegeverwaltung, Zahlungsverkehr) sowie für die Unterstützung bei der Abrechnung von Veranstaltungen, Beantragung von Drittmitteln und bei Verwendungsnachweisen für Drittmittelgeber eine*n engagierte*n und zuverlässige*n Mitarbeiter*in. Wir erwarten eine kaufmännische Ausbildung und einschlägige Berufserfahrung im Bereich Verwaltung und Finanzen; einen versierten Umgang mit gängigen Computerprogrammen und die Bereitschaft, sich weitere Kenntnisse anzueignen; organisatorisches Geschick sowie ausgeprägte Teamfähigkeit. Erwünscht sind weiterhin Kenntnisse des Bundesreisekostengesetzes sowie des Zuwendungsrechts und Vergaberechts aus öffentlichen Mitteln.

Ihre Bewerbungsmappe mit den üblichen Unterlagen in einer Datei im pdf-Format (Einzeldateien und andere Dateiformate können leider nicht akzeptiert werden) senden Sie bitte per E-Mail bis zum 30. Januar 2022 an:

jobs (at) eles-studienwerk (punkt) de

Die Bewerbungsgespräche finden voraussichtlich in der Woche 14.-18.02.2022 statt.

Kontakt für Nachfragen:

Annett Peschel
Leitung Verwaltung & Finanzen; peschel (at) eles-studienwerk (punkt) de

PDF der Ausschreibung hier.

Für Stipendiat*innen aller 13 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützten Begabtenförderungswerke

Vom 20. bis zum 22. Februar 2022 findet in Hannover ein Seminar des ELES-Aktionsprogramms „Nie wieder!? Gemeinsam gegen Antisemitismus & für eine plurale Gesellschaft“ statt! Bewerben können sich Stipendiat*innen mit Lebensschwerpunkt in Norddeutschland. Bewerbungsschluss ist der 23. Januar 2022.

Zum Seminar:
Jedes Seminar ermöglicht 40 Stipendiat*innen aus einer Region die fundierte wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Antisemitismus. Die Veranstaltung bietet einen sicheren Raum für Sensibilisierungstraining und Empowerment. Interessierte Stipendiat*innen werden dabei unterstützt, Antisemitismus zu erkennen, zu benennen und für eine Gesellschaft ohne Ausgrenzung einzutreten. Fach-Impulse, Workshops und Reflexionseinheiten, durchgeführt von anerkannten Expert*innen, lokalen Akteur*innen und unseren Kooperationspartner*innen, befähigen die Teilnehmer*innen, in ihrem sozialen Umfeld als antisemitismuskritische Multiplikator*innen zu agieren. Infos zur Bewerbung hier auf der Webseite des Aktionsprogramms.

Zum Programm:
„Nie wieder!? Gemeinsam gegen Antisemitismus & für eine plurale Gesellschaft“ ist eine Initiative des Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerks. Das Aktionsprogramm fördert den gemeinsamen Kampf gegen Antisemitismus und für eine offene und plurale Gesellschaft. Das Programm richtet sich an die Stipendiat*innen aller 13 Begabtenförderungswerke und die interessierte Öffentlichkeit. „Nie wieder!?“ steht unter der Schirmherrschaft von Dr. Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland.

„Nein, ELES suchte junge Menschen, die bereit sind, neben all ihren Mühen um gute Noten, auch in die Welt hinauszugehen. Teil einer Gesellschaft zu sein und dieser etwas zurückzugeben, sich zu engagieren, auf andere zu treffen, den Austausch, den gesunden Streit, den Konflikt und die Lösung zu suchen.“

StipendiumPLUS ist die gemeinsame Webseite aller 13 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützten Begabtenförderungswerken. Im „Einblick des Monats“ schreibt Maxim über sein Stipendium und sein Studienwerk ELES. Was ist für Maxim das Besondere an ELES, wie erlebte er das Auswahlverfahren und warum engagiert er sich heute als Vizegesamtsprecher und Regionalgruppensprecher?

Hier der Link zum Nachlesen.

Jeden Freitag gehen aktuelle und ehemalige Stipendiat*innen des Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerks bei Radio Paradiso auf Sendung. In der Reihe „Schabbat Shalom“ stellen sie kurze Texte aus der jüdischen Tradition vor und interpretieren sie.

Am Freitag (24. Dezember) sprach Rabbiner, Projektleiter des Jewish Future Forum und ELES-Alumnus Max Feldhake über Licht und Dunkelheit im Judentum.

Die ganze Folge hier zum Nachhören.

Jeden Freitag gehen aktuelle und ehemalige Stipendiat*innen des Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerks bei Radio Paradiso auf Sendung. In der Reihe „Schabbat Shalom“ stellen sie kurze Texte aus der jüdischen Tradition vor und interpretieren sie.

Am Freitag (17. Dezember) sprach Anna Basina, ELES-Stipendiatin und Gesamtsprecherin des Studienwerks, über Wahrheit und Freiheit.

Die ganze Folge hier zum Nachhören.

Heute verabschieden wir unsere Kollegin Dr. Lina-Mareike Dedert. Sie wird daa Ersnt Ludwig Ehrlich Studienwerk Ende Dezember 2021 verlassen.

Dr. Lina-Mareike Dedert hat ELES seit 2010 begleitet. Erst als Promotionsstipendiatin, dann als Referentin, schließlich als Verwaltungsleiterin. Sie hat den ELES-Dampfer mit großem Engagement, Kreativität und Stoizismus manövriert und auch in Turbulenzen einen klaren Kopf behalten. Es war ein Vergnügen, mit Lina zu arbeiten. Im Team war ihr Elefantengedächtnis längst sprichwörtlich, ihr Humor sowieso.

Wir danken Frau Dedert für diese elf Jahre und ihre großartige Arbeit für ELES! Alles Gute, liebe Lina!

Das Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerk (ELES) ehrt Prof. Dr.-Ing. Dr. Sabine Kunst mit der Ernst Ludwig Ehrlich Medaille für die Wissenschaften und Künste 2021.

Das Begabtenförderungswerk der jüdischen Gemeinschaft würdigt mit der Ernst Ludwig Ehrlich Medaille für die Wissenschaften und Künste Persönlichkeiten, die sich um das Studienwerk verdient gemacht haben. „Als herausragende bildungspolitische Persönlichkeit hat sich Frau Professorin Sabine Kunst seit der Gründung des Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerks auf einzigartige Weise für die Förderung einer künftigen Verantwortungselite der jüdischen Gemeinschaft engagiert und wegweisende Akzente für die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchs in Deutschland gesetzt. Mit ihren richtungsweisenden Impulsen für die Bildungspolitik in Deutschland stärkt Frau Prof. Dr.-Ing. Dr. Sabine Kunst die strukturierte Förderung wissenschaftlicher Exzellenz in Deutschland. In einer Zeit, in der gerade die wissenschaftliche Exzellenz immer wieder infrage gestellt wird, ist Frau Prof. Dr.-Ing. Dr. Sabine Kunst mit ihrem Engagement und ihrer Integrität Vorbild“, begründet der Vorstand von ELES die Ehrung. Die feierliche Preisverleihung findet im Frühjahr 2022 statt. Die Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen Klara Geywitz wird die Laudatio halten. „Professor Sabine Kunst ist eine herausragende Wissenschaftsmanagerin, die auch als Ingenieurin immer für eine starke Stellung der Geisteswissenschaften in den Hochschulen Sorge getragen hat“, so Klara Geywitz.

Prof. Sabine Kunst hat Bedeutendes zur Renaissance jüdischen Lebens in Deutschland beigetragen. Als Präsidentin der Universität Potsdam hat sie die Ausbildung des jüdisch-geistlichen Nachwuchses wesentlich gefördert. Unter ihrer Präsidentschaft wurde der Grundstein für das 2021 eröffnete Europäische Zentrum für Jüdische Gelehrsamkeit gelegt. Als Präsidentin des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) unterstützte Prof. Kunst das Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerk darin, internationale Kandidat*innen für das Rabbinat und Kantorat für ihre Ausbildung in Deutschland in die Begabtenförderung aufzunehmen. Bis heute hat das Jewish Future Forum von ELES über 30 Rabbiner*innen und Kantor*innen gefördert. Als brandenburgische Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur engagierte sich Prof. Kunst für die Gründung der ersten und einzigen jüdischen Theologischen Fakultät in Europa, die 2013 als School of Jewish Theology an der Universität Potsdam eröffnet wurde. „Diese unschätzbare Leistung für jüdisches Leben in Deutschland und Europa ist ein großes Verdienst von Frau Professorin Kunst“, erklärt Rabbiner Prof. Walter Homolka, Direktor von ELES.

Die Ernst Ludwig Ehrlich Medaille für die Wissenschaften und Künste wird seit 2010 vergeben. Zu den Ausgezeichneten zählen Dr. h. c. Charlotte Knobloch, Prof. Monika Grütters, Dr. Claudia Lücking-Michel und Prof. Dr. Johanna Wanka.

Pressekontakt:

Stephanie Haerdle
Leo Baeck Foundation
Mobil: 0174-3772 897
Mail: haerdle@leo-baeck-foundation.de
www.eles-studienwerk.de // www.leo-baeck-foundation.org

Hintergrundinformation:
Das 2009 gegründete Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerk ist eines der dreizehn Begabten-förderungswerke, die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt werden. ELES steht für ein traditionsbewusstes, pluralistisches, weltoffenes und selbst-bewusstes Judentum. Das Studienwerk engagiert sich für eine pluralistische Gesellschaft, für die Akzeptanz kultureller, politischer und religiöser Diversität sowie den interreligiösen Dialog.

Foto: (C) Humboldt-Universität zu Berlin, Matthias Heyde

Jeden Freitag gehen aktuelle und ehemalige Stipendiat*innen des Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerks bei Radio Paradiso auf Sendung. In der Reihe „Schabbat Shalom“ stellen sie kurze Texte aus der jüdischen Tradition vor und interpretieren sie.

Am Freitag (10. Dezember) sprach die ELES-Stipendiatin Isabelle Heinemann über Verbindendes und Trennendes in der Religion.

Die ganze Folge hier zum Nachhören.

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