Eröffnung der jüdischen Akademie am 2. November 2026 in Frankfurt am Main

Die Jüdische Akademie wurde am 2. November 2026 in Frankfurt am Main mit einem Festakt eröffnet. In einer sanierten Villa sowie benachbartem Neubau gründet der Zentralrat der Juden in Deutschland die Jüdische Akademie im Kulturcampus in der Senckenberganlage. Die Akademie gilt als erste überregionale, nicht-universitäre jüdische Bildungs- und Kultureinrichtung dieser Art in Deutschland seit der Schoa. In Kooperation mit der Goethe-Universität Frankfurt wird sie zukünftig der Ort gemeinsamer Forschungsprojekte und Veranstaltungen sein. Der Start des Akademieprogramms ist für Anfang 2027 vorgesehen.

Neben dem Programm bestehend aus Konferenzen, Vorträgen und Seminaren sind wissenschaftliche Publikationen geplant. Ein konzeptioneller Schwerpunkt liegt auf interreligiösem sowie interkulturellem Dialog. Die Akademie ergänzt die kulturelle und Bildungs-Landschaft in Deutschland um jüdische Perspektiven – offen, plural und zukunftsorientiert, so die Homepage des Zentralrats. »Die Akademie richtet sich an ein breites Publikum – innerhalb und außerhalb der jüdischen Gemeinschaft.«

Raum für Begegnung und Diskurs

Die Kombination aus innerjüdischen Diskursen mit dem christlich-jüdischen / muslimisch-jüdischen Programmschwerpunkt, ist maßgeblich für das Profil. So formuliert der Präsident des Zentralrats der Juden, Josef Schuster, gegenüber der jüdischen Allgemeinen: „Unser Alleinstellungsmerkmal ist, dass diese Akademie sowohl innerjüdisch als auch außerjüdisch wirken soll und wirken wird.«

Themenschwerpunkte

Zur Eröffnung der neuen Bildungsinstitution der jüdischen Gemeinschaft wünschen wir allen einen erfolgreichen Start. Wir freuen uns sehr auf die Themenschwerpunkte und Impulse, die von diesem neuen Zentrum jüdischer Bildungsarbeit ausgehen werden.

  • Jüdische Geschichte, Kultur, Tradition: Judentum als lebendige Religion, jüdische Geschichte, jüdische Philosophie und Ethik.
  • Jüdische Gegenwart: Jüdische Lebenswelten und Pluralität in Deutschland und Europa heute.
  • Israel und der Nahe Osten: Geschichte, Politik und Gesellschaft der Region und ihre Bedeutung für die jüdische Gemeinschaft und den bundesdeutschen Diskurs.
  • Politik und Gesellschaft: Aktuelle Diskurse, Demokratie, Antisemitismus und Erinnerungskultur.
  • Professionalisierung: Qualifizierungsangebote für jüdische Gemeinden & Institutionen.
Mehr zum Programm steht auf der Webseite der Jüdischen Akademie hier.

ÜBER ELES

Die im ELES gelebte Vielfalt bildet die heutige jüdische Gemeinschaft ab und ist somit für die Zukunft jüdischen Lebens in Europa wegweisend. Das Studienwerk ist ein Segen für die Bundesrepublik Deutschland.

Dr. h.c. Charlotte Knobloch, Schirmherrin