Dr. Kalinski-Stipendienprogramm für jüdische Medizinstudierende

Zum Wintersemester 2026/2027 vergibt das Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerk erstmalig Stipendien an promovierende Mediziner*innen der Humanmedizin im Rahmen des neu geschaffenen „Dr. Kalinski-Stipendienprogramms“. Das aus Mitteln des Nachlasses von Dr. Siegmund Kalinski finanzierte private Stipendienprogramm soll es jüdischen Medizindoktorand*innen ermöglichen, sich zur Promotion uneingeschränkt wissenschaftlicher Arbeit zu widmen. 

Mit diesem Stipendium möchte ELES einen Beitrag leisten, wissenschaftlich ambitionierten jungen jüdischen Ärztinnen und Ärzten den Einstieg in die Forschung zu erleichtern. Innovative medizinische Projekte, die langfristig zum Fortschritt in der Humanmedizin beitragen, sollen so gefördert werden. Bewerbungen können erstmals ab 1. September 2026 eingereicht werden.

Diese Gruppe von Studierenden kann gefördert werden

Nach dem erfolgreich absolvierten 3. Abschnitt der Ärztlichen Prüfung zum Abschluss des humanmedizinischen Studiums beginnen einige Absolvent*innen ihre meist 6-12 monatige medizinische Doktorarbeit (Dr. med.). Diese Forschungsarbeiten leisten einen wichtigen Beitrag zur medizinischen Wissenschaft, sind jedoch häufig erheblich zeitaufwändig, so dass Promovierende kaum parallel berufstätig sein können.

Dr. Kalinski-Stipendienprogramm

  • Umfang der Förderung

    • formal: einmalig 12-monatiger Förderzeitraum
    • finanziell: 1.300 Euro Stipendium pro Monat
    • Möglichkeit der Unterstützung durch das ELES-Mentoringprogramm
    • Möglichkeiten der Vernetzung mit ELES-Stipendiat*innen in der Regionalgruppe und der Fachgruppe Medizin
    • Zusätzlich können Mittel für Druckkosten für die Veröffentlichung der Dissertation (max. 2.000 Euro) und Reisekosten zu medizinischen Kongressen bewilligt werden.
    • einmalig 3-monatige Verlängerung auf Antrag möglich

Überblick

Bewerbung um Förderung im Dr. Kalinski-Stipendienprogramm

Die Bewerbung erfolgt per E-Mail an Isabella Wita: wita@eles-studienwerk.de.

Eckpunkte des „Dr. Kalinski-Stipendienprogramms“ für jüdische Medizinstudierende

Informationen zum Bewerbungs- und Auswahlverfahren, der Förderdauer und Stipendienhöhe sind nachfolgend aufgeführt.

  • Förderfähig sind jüdische Studierende der Humanmedizin an einer deutschen Hochschule oder jüdische deutsche Staatsangehörige, die im EU-Ausland Humanmedizin studieren mit einem Promotionsvorhaben zum Dr. med.
  • Bewerber*innen müssen humanmedizinisches Studium durch bestandenen 3. Abschnitt der Ärztlichen Prüfung abgeschlossen haben. Die Approbation muss erst zu Förderbeginn vorliegen.
  • Der maximale Zuverdienst während der Förderung ist begrenzt. Zugelassen sind entweder ein Minijob bzw. eine 25%-Stelle (max. 10h/Woche).
  • Bewerbungen sind ganzjährig möglich und müssen mindestens 3 Monate vor dem geplanten Förderbeginn vollständig vorliegen. Der Bewerbungszeitraum startet am 01. September 2026.

Die Bewerbung erfolgt beim Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerk und muss folgende Unterlagen enthalten:

  • Formloses Motivationsschreiben (ca. 2-3 Seiten), in dem die Motivation zur Beschäftigung mit dem Promotionsthema (Dr. med.) und der persönliche Bezug zur jüdischen Gemeinschaft erläutert wird. Darüber hinaus sollte es den gewünschten Förderbeginn und die gewünschte Förderdauer enthalten.
  • Exposé (ca. 2-3 Seiten), in dem das geplante Forschungsvorhaben dargestellt wird sowie ein Arbeits- und Zeitplan enthalten ist.
  • Fachgutachten des wissenschaftlichen Betreuers / der wissenschaftlichen Betreuerin der Dissertation, das die wissenschaftliche Eignung des*der Bewerber*in sowie das Thema bestätigt und den zeitlichen Rahmen der Forschungsarbeit enthält. Hier zum Download das zu verwendende ELES-Formular in deutsch (und en). Das Fachgutachten muss direkt von den Gutachter*innen per E-Mail an Isabella Wita an ELES gesendet werden. Von Bewerber*innen eingereichte Gutachten können nicht akzeptiert werden.
  • Tabellarischer Lebenslauf (max. 3 Seiten)
  • Letzte Leistungsübersicht des Studiums
  • Approbation (muss erst zu Förderbeginn vorliegen)
  • Einkommensnachweise: Maximal zugelassener Zuverdienst ist entweder ein Minijob bzw. eine 25%-Stelle (max. 10h/Woche).
  • Die Auswahl der Stipendiat*innen erfolgt durch ein unabhängiges Kuratorium ausschließlich aufgrund der eingereichten Unterlagen. Es finden keine persönlichen Auswahlgespräche statt.
  • Nach der Hälfte der Förderzeit müssen Stipendiat*innen einen formlosen Zwischenbericht (2-5 Seiten) bei ELES einreichen. Der Zwischenbericht muss den Stand und den Fortschritt des Dissertationsvorhabens darstellen, ggf. einen aktualisierten Arbeits- und Zeitplan enthalten und von der wissenschaftlichen Betreuerin/ dem wissenschaftlichen Betreuer bestätigt werden.
  • Die Förderung endet mit dem Abschluss der Dissertation, spätestens jedoch mit Ablauf der Stipendienzusage. Der Abschluss der Dissertation bzw. die Einreichung der Promotionsschrift ist zum Förderende nachzuweisen.
  • Ist die Dissertation nach Ablauf der Förderzeit nicht abgeschlossen, ist eine Bestätigung der wissenschaftlichen Betreuerin*in zum aktuellen Stand und dem voraussichtlichen Abschluss der Dissertation einzureichen.
  • Auf Antrag ist eine einmalige 3-monatige Verlängerung möglich. Der formlose Antrag ist spätestens 6 Wochen vor dem Förderende bei ELES einzureichen. Zusätzlich ist eine aktuelle (formlose) Einschätzung und Empfehlung der wissenschaftlichen Betreuerin / des wissenschaftlichen Betreuers nötig.

Hinweis

Empfehlungsschreiben sowie akademische Gutachten müssen per E-Mail an wita@eles-studienwerk.de gesendet werden. Dafür ist das Fachgutachtenformular (hier zum Download in deutsch und en) zu nutzen. Diese können nur direkt von den Gutachter*innen eingereicht werden. Von den Bewerber*innen eingereichte Gutachten können nicht akzeptiert werden. Die Dateigröße sollte 5 MB nicht überschreiten.

Isabella Wita

Isabella Wita

Dr. Kalinski Stipendienprogramm

Referentin
Tel: (030) 31 99 81 70-51
Mail: wita@eles-studienwerk.de

ÜBER DAS NEUE STIPENDIUM

„Mit dem neu geschaffenen Stipendienprogramm vervollständigt ELES die Förderung für unseren Humanmedizin-Nachwuchs mit Promotions-Vorhaben. Junge Mediziner*innen, die sich vor Eintritt in ihre ärztliche Berufspraxis einem Forschungsvorhaben widmen möchten, werden dazu ermutigt. Sie tragen neue Impulse zum Wissensfortschritt und zur Innovation in der Medizin bei.“

Dr. Michal Or, Geschäftsführerin des Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerks

ideelle_Auslandsförderung

ELES ermuntert seine Stipendiat*innen zu Studien- und Forschungsaufenthalten im Ausland.

Auswahlverfahren zum Stipendium

Auswahlverfahren und Ablauf der Online-Bewerbung hier für alle Stipendienprogramme.

Ausländische Rabbinats- und Kantorats-Studierende können durch dieses Stipendienprogramm gefördert werden.

Das Programm lädt jüdische Studierende aus aller Welt zum Studium nach Deutschland ein.