Dr. Kalinski-Stipendienprogramm für jüdische Medizinstudierende

Zum Wintersemester 2026/2027 vergibt das Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerk, erstmalig Stipendien an promovierende Mediziner*innen der Humanmedizin im Rahmen des neu geschaffenen „Dr. Kalinski-Stipendienprogramms“. Das aus Mitteln des Nachlasses von Dr. Siegmund Kalinski finanzierte private Stipendienprogramm soll es jüdischen Medizindoktorant*innen ermöglichen, sich zur Promotion uneingeschränkt wissenschaftlicher Arbeit zu widmen. 

Mit diesem Stipendium soll ein Beitrag dazu geleistet werden, wissenschaftlich ambitionierten jungen jüdischen Ärztinnen und Ärzten den Einstieg in die Forschung zu erleichtern. Innovative medizinische Projekte, die langfristig zum Fortschritt in der Humanmedizin beitragen, sollen so gefördert werden. Bewerbungen können nun erstmals ab dem 27. August 2026 eingereicht werden.

Diese Gruppe von Stipendiat*innen kann gefördert werden

Nach dem erfolgreich absolvierten 3. Abschnitt der Ärztlichen Prüfung zum Abschluss des humanmedizinischen Studiums beginnen einige Absolvent*innen ihre meist 6-12 monatige medizinische Doktorarbeit. Diese Forschungsarbeiten leisten einen wichtigen Beitrag zur medizinischen Wissenschaft, sind jedoch häufig erheblich zeitaufwändig, so dass Promovierende kaum parallel berufstätig sein können.

Dr. Kalinski Stipendienprogramm

  • Umfang der Förderung

    • formal: einmalig 12-monatiger Förderzeitraum
    • finanziell: € 1000,- und € 300,- Forschungskostenpauschale
    • Unterstützung durch das ELES-Mentoringprogramm
    • Zusätzlich können Mittel für Druckkosten und Reisekosten zu medizinischen Kongressen bewilligt werden
    • einmalige 3-monatige Verlängerung auf Antrag möglich

Überblick

Bewerbung um Förderung durch das Dr. Kalinski-Stipendienprogramm

Die Bewerbung erfolgt per E-Mail an Isabella Wita: wita@eles-studienwerk.de

Eckpunkte des „Dr. Kalinski-Stipendienprogramms“ für jüdische Medizinstudierende

Die konkrete Ausgestaltung des Stipendiums hinsichtlich Bewerbungsverfahren, Auswahlverfahren, Förderdauer und Stipendienhöhe beim Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerk gestaltet sich wie in den folgenden Punkten beschrieben.

  • Förderfähig sind Jüdische Studierende der Humanmedizin an einer deutschen Hochschule oder jüdische deutsche Staatsangehörige, die im EU-Ausland Humanmedizin studieren.
  • Abgeschlossenes humanmedizinisches Studium durch bestandenen 3. Abschnitt der ärztlichen Prüfung. Die Approbation muss erst zu Förderbeginn vorliegen.
  • Maximaler Zuverdienst: Zugelassen sind entweder ein Minijob bzw. eine 25%-Stelle (max. 10h/Woche).
  • Vorhaben zur Promotion Dr. med.
  • Der Bewerbungszeitraum startet am 27. August 2026. Die erste Förderperiode beginnt am 01. November 2026. Fortlaufend sind Bewerbungen drei Monate vor dem geplantem Förderbeginn einzureichen. Bewerbungen sind ganzjährig möglich.

Die Bewerbung erfolgt beim Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerk und muss folgende Unterlagen enthalten:

  • Formloses Motivationsschreiben (ca. 2-3 Seiten), in dem die Motivation zur Beschäftigung mit dem Promotionsthema und der persönliche Bezug zur jüdischen Gemeinschaft erläutert wird. Darüber hinaus sollte es den gewünschten Förderbeginn und die gewünschte Förderdauer enthalten.
  • Exposé (ca. 2-3 Seiten), in dem das geplante Forschungsvorhaben dargestellt wird sowie ein Arbeits- und Zeitplan enthalten ist.
  • Fachgutachten des wissenschaftlichen Betreuers / der wissenschaftlichen Betreuerin der Dissertation, das die wissenschaftliche Eignung des*der Bewerber*in sowie das Thema bestätigt und den zeitlichen Rahmen der Forschungsarbeit enthält (ELES-Formular verlinken de und en).
  • Tabellarischer Lebenslauf (max. 3 Seiten)
  • Letzte Leistungsübersicht des Studiums
  • Approbation (muss erst zu Förderbeginn vorliegen)
  • Einkommensnachweise: Maximaler zugelassener Zuverdienst sind entweder ein Minijob bzw. eine 25%-Stelle (max. 10h/Woche). Frage: soll der mögliche Zuverdienst hier nochmals stehen – s. Vorausetzungen)
  • Das Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerk wählt die Stipendiaten und Stipendiatinnen mit Unterstützung eines unabhängigen Kuratoriums ausschließlich aufgrund der eingereichten Unterlagen aus.
  • Die Förderung endet mit dem Abschluss der Dissertation, spätestens jedoch mit Ablauf der Stipendienzusage. Der Abschluss der Dissertation bzw. die Einreichung der Promotionsschrift ist zum Förderende nachzuweisen.
  • Auf Antrag ist eine einmalige 3-monatige Verlängerung möglich

Hinweis

Empfehlungsschreiben sowie akademische Gutachten müssen per E-Mail an wita@eles-studienwerk.de gesendet werden. Dafür ist das Fachgutachtenformular (verlinken de und en) zu nutzen. Diese können nur direkt von den Gutachter*innen eingereicht werden. Von den Bewerber*innen eingereichte Gutachten können nicht akzeptiert werden.

Isabella Wita

Isabella Wita

Dr. Kalinski Stipendienprogramm

Referentin
Tel: (030) 31 99 81 70-51
Mail: wita@eles-studienwerk.de

ÜBER DAS NEUE STIPENDIUM

„Mit dem neu geschaffenen Stipendienprogramm schließt ELES endlich eine Lücke für unseren Medizin-Nachwuchs mit Promotions-Vorhaben. Die jungen Mediziner*innen werden ermutigt, sich vor Eintritt in ihre ärztliche Berufspraxis einem Forschungsvorhaben zu widmen. So tragen neue Impulse zum Wissensfortschritt und zur  Innovation in der Medizin bei.“

Dr. Michal Or, Geschäftsführerin des Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerks

ideelle_Auslandsförderung

ELES ermuntert seine Stipendiat*innen zu Studien- und Forschungsaufenthalten im Ausland.

Auswahlverfahren zum Stipendium

Auswahlverfahren und Ablauf der Online-Bewerbung hier für alle Stipendienprogramme.

Diese Informationen helfen einzuschätzen, ob eine Bewerbung bei uns aussichtsreich sein kann.

Jüdische Identität und Dialogfähigkeit durch ein vielfältiges Bildungsprogramm stärken und Stipendiat*innen ermutigen, Zukunft mitzugestalten.

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