Auftaktvortrag zum Seminar „Politische Theologie – die jüdischen Beiträge zur Demokratie“ an der Humbolduniversität Berlin

Unter dem Titel „Wir reden zu viel über Antisemitismus und zu wenig über das Judentum“ bildete der Vortrag von Rabbinerin Prof. Dr. Elisa Klapheck (Universität Paderborn) am 26. Oktober den Auftakt des im Wintersemester 2026/27  von Prof. Dr. Klapheck und Liliana Ruth Feierstein gehaltenen Seminars „Politische Theologie – die jüdischen Beiträge zur Demokratie“.

Das Seminar findet im Rahmen der Gastprofessur von Rabbinerin Prof. Dr. Elisa Klapheck an der Humboldt-Universität zu Berlin statt. Zu Grunde liegt die These, dass die Fokussierung auf den Antisemitismus und den Nahost-Konflikt die positiven politischen Potentiale des Judentums verdeckt. Die jüdischen Beiträge zur Demokratie, die konkretisiert in rabbinischen Vorstellungen von Menschenwürde, Rechtstaatlichkeit, Wirtschafts- und Sozialpolitik vorliegen und eine konstruktive Rolle für die heutige Demokratie spielen, werden in den Fokus genommen. Prof. Dr. Klapheck, die beim Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerk als Mentorin Stipendiat*innen unterstützt, möchte durch die demokratischen Potentiale des Judentums den demokratiefeindlichen Bedrohungen ein Gegengewicht entgegen setzen.

Dr. Michal Or, Geschäftsführerin des Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerks, fasst ihren Eindruck des Vortagsabends wie folgt zusammen: „Es war ein spannender Vortrag darüber, dass wir uns mit den jüdischen Beiträgen zur Bildung der Demokratie zu wenig beschäftigen – und dass sich diese Beschäftigung wirklich lohnt!“

Vortragsabend

Der Vortragsabend wurde ausgerichtet vom Institut für Kulturwissenschaft und Medienwissenschaft in Kooperation mit dem Selma Stern Zentrum für Jüdische Studien Berlin-Brandenburg.

ÜBER ELES

Die im ELES gelebte Vielfalt bildet die heutige jüdische Gemeinschaft ab und ist somit für die Zukunft jüdischen Lebens in Europa wegweisend. Das Studienwerk ist ein Segen für die Bundesrepublik Deutschland.

Dr. h.c. Charlotte Knobloch, Schirmherrin