Seit dem 7. Oktober 2023 ist Antisemitismus in Deutschland in neuer Deutlichkeit sichtbar geworden, insbesondere an Hochschulen. Universitäten, die Orte des Lernens, der Debatte und der kritischen Auseinandersetzung sein sollten, sind vielerorts auch zu Räumen geworden, in denen jüdische Studierende und Lehrende Ausgrenzung, Bedrohung und mangelnde Solidarität erfahren. Der Blick in die Geschichte und Gegenwart zeigt dabei, dass Antisemitismus an Hochschulen kein neues Phänomen ist, sondern auf Traditionen des Israelhasses zurückgreift und heute in neuer Schärfe zutage tritt.
Vor diesem Hintergrund lädt das Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerk im Rahmen seines Programms „Nie wieder!? Gemeinsam gegen Antisemitismus und für eine plurale Gesellschaft“ zu einem Gesprächsabend in Dresden ein. Unter dem Titel „Campus unter Druck – Antisemitismus an Hochschulen nach dem 7. Oktober 2023“ diskutieren wir mit Sascha Gerwitz (Jüdische Allianz Mitteldeutschland), Alexandra Krioukov (EUJS/JSUD) sowie einer Expertin von OFEK e.V. über aktuelle Entwicklungen an Hochschulen, historische Linien antisemitischer Ausgrenzung und die Frage, welche Formen von Prävention, Intervention und Solidarität es heute braucht. Moderiert wird die Podiumsdiskussion von Joël Ben-Yehoshua, Promotionsstipendiat von ELES.
Die Veranstaltung findet im Rahmen von „Tacheles – Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen 2026“ statt.
Die Teilnahme ist nur unter vorheriger Anmeldung möglich.
Link zur Anmeldung: https://tinyurl.com/elesdresden
